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#WennNiemandHinschaut - Aktionswoche im Januar!

Unter dem Motto #WennNiemandHinschaut - Lieferkettengesetz jetzt! machen wir deutlich, dass Freiwilligkeit bei der Einhaltung von Menschenrechtsstandards nicht ausreicht. Gemeinsam mit dem Plan Jugendbeirat, der evangelischen Jugend Bremen sowie der Jugend von Amnesty International rufen wir vom 7. bis 15. Januar 2021 zu einer bundesweiten Aktionswoche auf. Sei dabei!

Von Brot für die Welt Jugendausschuss am
Bild von Brot für die Welt Jugendausschuss
Brot für die Welt Jugendausschuss mehr zur Person

Näher*innen in Bangladesch, die unter unsicheren Bedingungen unsere Kleidung herstellen, Kinder die in den Minen Kongos seltene Erden für unsere Elektrogeräte abbauen und Indigene die für den Anbau von Palmölplantagen von ihrem Land vertrieben werden, haben eins gemeinsam – sie werden für den Profit westlicher, europäischer und deutscher Unternehmen ausgebeutet. Das muss enden! Ein deutsches Lieferkettengesetz wäre ein wichtiger Schritt für den Schutz der Menschenrechte der Arbeitnehmer*innen, doch das Bundesministerium für Wirtschaft verwässert und blockiert ein mögliches Gesetz.

Deswegen machen wir Druck und veranstalten gemeinsam mit dem Plan Jugendbeirat, der evangelischen Jugend Bremen sowie der Jugend von Amnesty International eine Aktionswoche vom 7. bis 15. Januar 2021. Wir laden euch herzlich ein, dabei zu sein!

Ablaufplan der Aktionswoche:

7. Januar, 18 Uhr: Online-Seminar "Q&A zum Lieferkettengesetz"

Was ist eigentlich ein Lieferkettengesetz? Warum brauchen wir es? Wie muss es aussehen, um Menschenrechte effektiv zu schützen und was ist der aktuelle Stand im Gesetzgebungsverfahren? Bei unserem Seminar am 7.1. hat uns Johannes Schorling von der Initiative Lieferkettengesetz geholfen diese und noch mehr wichtige Fragen zu beantworten. Wir haben das aktuelle FAQ zum Thema Lieferkettengesetz für euch hier dokumentiert: https://www.plan.de/news/detail/faq-zum-lieferkettengesetz.html

7.-15. Januar:

Jeden Tag wird es auf unseren Social-Media-Kanälen spannende und informative Beiträge rund um das Thema Lieferkettengesetz geben. Wir lassen Menschen aus dem globalen Süden zu Wort kommen und möchten Euch vielfältige Möglichkeiten zum Mitmachen bieten.

Reinschauen lohnt sich:

@amnestyjugend @plan_jugend @brotfuerdieweltjugend @evangelische.jugend.bremen   

Bitte teilt auch unsere Sharepics zur Aktionswoche: https://www.dropbox.com/sh/i4v2zg8x9jgdqh6/AAD748YSZns4zGtU1DwJHmrVa?dl=0

Foto- und Videoaktion

Ganz nach unserem Motto #WennNiemandHinschaut wollen wir mit coolen Videos, Fotos und Texten darauf aufmerksam machen, dass wir dringend ein Lieferkettengesetz brauchen. Denn offensichtlich halten sich Unternehmen nur an Standards, wenn die Einhaltung kontrolliert wird. Was würdet ihr tun, wenn niemand hinschaut? Würdet ihr vielleicht euer Zimmer nie wieder aufräumen? Oder den Schokoladen-Vorrat eurer Mitbewohnerin aufessen? Wir freuen uns über eure kreativen Beiträge unter #WennNiemandHinschaut. Taggt dabei uns und gerne auch das Bundeswirtschaftsministerium und die Bundesregierung/Bundeskanzlerin.

#Lieferkettengesetz #LieferkettengesetztJetzt! #Unternehmensverantwortung #GewinneohneGewissen  

Wenn ihr keinen eigenen Social-Media-Kanal habt, aber trotzdem gerne mitmachen möchtet, könnt ihr uns eure Beiträge zukommen lassen und wir veröffentlichen sie dann. Dazu brauchen wir eine Einverständniserklärung von euch. Ihr findet sie weiter unten auf dieser Seite zum Download. Bitte ladet sie mit euren Fotos zusammen in diese Dropbox hoch: https://www.dropbox.com/request/zGX4bvy22SO1bNjoBxha

Straßenaktionen

Lasst uns unsere Forderung auch sichtbar in möglichst viele Städte Deutschlands tragen! Dazu werden die ganze Woche über kleinere, den Corona-Regeln angepasste Straßenaktionen stattfinden. Wir wollen entweder mit Kreidebildern auf die Thematik aufmerksam machen, oder alternativ die Statuen der Städte mit Schildern bestücken und für uns demonstrieren lassen. Bist du dabei? In unserem Leitfaden findest du alle Infos. Die Plakate sind alle bestellt worden. Ab jetzt malt bitte Plakate selbst!

14. Januar (abends, 18 Uhr): Diskussionsrunde mit Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft & Gesellschaft

Wir diskutieren mit Frank Schwabe (MdB, SPD, Sprecher Ausschuss für Menschenrechte), Samuel Waldeck (CEO Shiftphone), Bettina Roth (VAUDE) und Johannes Schorling (Inkota) über das Lieferkettengesetz. Ihr habt schon Fragen, die ihr einem oder mehreren der Teilnehmenden stellen wollt? Super! Schreibt uns eine Mail an LTA@amnesty-jugend.de oder nehmt ein kurzes Video auf und schickt es per Instagram-Direktnachricht an einen unserer Accounts. Am Abend selbst werdet ihr natürlich auch noch die Möglichkeit haben eure Fragen zu stellen. Einwählen könnt ihr euch unter dem folgenden Link: https://meeting.amnesty.de/b/lis-n98-sah-qba

15. Januar, 13 Uhr: Tweet-Storm

Maßgeblich verantwortlich für die Blockierung und Verwässerung des Lieferkettengesetzes ist das Bundesministerium für Wirtschaft unter Peter Altmaier. So wollen sie bspw. erreichen, dass ein mögliches Gesetz erst ab einer Unternehmensgröße ab 5000 Mitarbeiter_innen greift. Wenn sie damit erfolgreich sein sollten, wird ein potenzielles Gesetz zur Farce! Deswegen wollen wir am 15.01 ab 13 Uhr den Twitter-Account von Wirtschaftsminister Altmaier mit unseren Botschaften fluten und ihn dazu auffordern, endlich ein Lieferkettengesetz zu verabschieden, welches den Namen auch verdient hat. Unter https://amnesty-jugend.de/lieferkettengesetz/  findet ihr einige vorformulierte Tweets die ihr mit nur einem Klick teilen könnt. Wenn ihr lieber selbst einen formulieren wollt, taggt @peteraltmaier und nutzt den Hashtag #WennNiemandHinschaut. Seid dabei! Jeder Tweet zählt!