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Grüne Woche 2012

Nachhaltiger Konsum spricht breites Publikum an

Gute Lebensmittel landen heutzutage immer noch massenweise im Müll: Wie man dieses Problem gesellschaftlich angehen kann, diskutierten auf der Grünen Woche (v.l.n.r.): Valentin Thurn, Regisseuer von Taste the Waste", Moderatorin Birigt Keller, Veronika Ullmann von "Brot für die Welt" und der Künstler Uli Westphal.

Daniela Clausnitzer (l.) und Katharina Staudenmaier (2.v.r.) von "Brot für die Welt" im Gespräch mit Besuchern am Stand des evangelischen Hilfswerks auf der Grünen Woche 2012. Foto: Andreas Dieterich

Wertschätzung von Lebensmitteln - das war der Schwerpunkt des "Brot für die Welt"-Stands auf der Grünen Woche 2012 in Berlin. Foto: Andreas Dieterich

Bei der weltgrößten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau präsentiert die Kampagne für Ernährungssicherung von "Brot für die Welt", wie nachhaltiger Konsum dazu beitragen kann, dass alle Menschen satt werden. Foto: Andreas Dieterich

Am Stand von "Brot für die Welt" konnten Besucher ihren ökologischen Fußabdruck messen. Dieser zählt alle Ressourcen, die für den Alltag benötigt werden, und zeigt auf, wie viel Fläche benötigt wird, um all die Energie und Rohstoffe zur Verfügung zu stellen, die man nutzt. Foto: Andreas Dieterich

Live auf Showbühne: "Flächenreduziertes Kochen" stellen Karen Neumeyer, Koordinatorin der Kampagne Ernährungssicherheit von "Brot für die Welt" und Bio-Starkoch Bernd Trum auf der Grünen Woche vor. Foto: Andreas Dieterich

Was hat die Landknappheit in Entwicklungsländern mit unserem Lebensstil zu tun? Karen Neumeyer (r.), Ernährungsexpertin von "Brot für die Welt", erklärt es dem Publikum während der Kochvorführung. Foto: Andreas Dieterich

Karen Neumeyer von "Brot für die Welt" (r.) erklärt: Was wir essen steht in direktem Bezug zu unserem persönlichen Flächenverbrauch. Jedes Lebensmittel benötigt Fläche: der Anbau von Soja als Futtermittel, das Weideland für Rinder, aber auch Getreide- und Gemüsefelder. Foto: Andreas Dieterich

Einfach & lecker und vor allem ökologisch verträglich - so sind die Gerichte, die Karen Neumeyer (r.) und Bio-Spitzenkoch Bernd Trum im Beisein der Moderatorin auf der Showbühne vorkochen. Und  Foto: Andreas Dieterich

Vom Animateur zum überzeugten Bio-Koch – so könnte der Lebenslauf von Bernd Trum (l.) verkürzt lauten. Er ist der Profi unter den Bio-Spitzenköchen, was das Kochen vor Publikum und das Schaukochen betrifft. Foto: Andreas Dieterich

Schließlich darf auch das Publikum probieren, was Karen Neumeyer (l.) und Bernd Trum am Herd gezaubert haben. Foto: Andreas Dieterich

Auch Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, besucht den Gemeinschaftsstand von "Brot für die Welt" und dem Forum Fairer Handel. Dort stellen ihm Karen Neumeyer, Koordinatorin der Kampagne für Ernährungssicherheit von "Brot für die Welt" (l.), und Antje Edler, Koordinatorin Forum Fairer Handel (r.) neue faire Produkte vor.

Renate Künast besucht den gemeinsamen Stand von "Brot für die Welt" und dem Forum Fairer Handel. Mit Jörg Jenrich vom evangelischen Hilfswerk sprach die Fraktionschefin von Bündnis 90/Die Grünen über faire Produkte. Foto: Tom Maelsa

Dr. Bernhard Walter, Teamleiter für Ernährungssicherheit bei "Brot für die Welt" und Karen Neumeyer, Koordinatorin der Kampagne "Niemand isst für sich allein" des evangelischen Hilfswerks (mittlere Reihe, 1.+.2.v.l.) sprechen mit Entwicklungsminister Dirk Niebel (r.). Foto: Konstantin Francke

Der Stand von "Brot für die Welt" beim Forum Fairer Handel zeigt die Vorteile nachhaltigen Konsums nicht nur für Verbraucher im Westen, sondern auch für die Kleinbauern in den Ländern des Südens. Foto: Konstantin Francke

Besucher am Stand von "Brot für die Welt" erfahren, wie sie ihr Einkaufsverhalten und ihre Mobilität so gestalten können, damit weniger landwirtschaftliche Fläche für den Anbau von Futtermitteln oder Agrotreibstoffen genutzt werden. Foto: Konstantin Francke

Ilse Aigner (Mitte) besucht während des Presserundgangs auf der Sonderschau des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) den Stand von "Brot für die Welt", an dem sie sich mit Carolin Callenius, Ernährungs-Expertin des evangelischen Hilfswerks, austauscht. Foto: BMELV / Flucke

Am Stand von "Brot für die Welt" auf der Sonderschau des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) können Besucher, hier Ministerin Ilse Aigner, ihren individuellen CO2-Fußabdruck bestimmen. Foto: BMELV / Flucke

Die diesjährige Grüne Woche, die am vergangenen Sonntag zu Ende gegangen ist, war ein Publikumsmagnet. Über 420.000 Besucher strömten vom 20. bis 29. Januar in die Messehallen unter dem Berliner Funkturm. Wie bei keiner anderen Messe steht auf der Grünen Woche die umfassende Aufklärung des Verbrauchers zu allen Fragen der Qualität und Sicherheit von Lebensmitteln im Mittelpunkt. Dafür macht sich auch "Brot für die Welt" stark. Das evangelische Hilfswerk war mit Ausstellungen und Aktionen in Berlin vertreten.

Die Internationale Grüne Woche Berlin 2012 hat ihren Stellenwert als weltgrößte Verbraucherschau für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau weiter gefestigt. Die diesjährige Messe verzeichnete mit über 420.000 Gästen die höchste Besucherzahl seit vier Jahren. Besonders interessiert zeigten die sich am Thema "Regionalität". Denn immer mehr Verbraucher wollen genau wissen, wo die Nahrungsmittel, herkommen, die sie einkaufen.

Wie groß ist mein ökologischer Fußabdruck?

Diesen Aspekt beleuchtete auch "Brot für die Welt" in diesem Jahr mit seinem Messeauftritt und lud die Besucher dazu ein, sich über den eigenen Konsum und dessen Folgen für die Länder des Südens Gedanken zu machen. So konnten Interessierte bei der Ausstellung des evangelischen Hilfswerks auf dem Stand des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) ihren ökologischen Fußabdruck messen. Dieser ermöglicht es, die Zukunftsfähigkeit des eigenen Lebensstils zu testen

Praktische Tipps für den Einkauf

Anschaulich erklärte das Team von "Niemand isst für sich allein", der Kampagne für Ernährungssicherung von "Brot für die Welt", dabei, wie nachhaltiger Konsum dazu beitragen kann, dass sich alle Menschen ernähren können. Besucher bekamen praktische Tipps, wie sie ihr Einkaufsverhalten und ihre Mobilität so gestalten können, dass weniger landwirtschaftliche Fläche für den Anbau von Futtermitteln oder Agrotreibstoffen genutzt werden – Flächen, die dann der Ernährungssicherung der Bevölkerung in Entwicklungsländern dienen können.

Politiker diskutieren mit "Brot für die Welt"

Um die Wertigkeit von Lebensmitteln ging es auf dem Gemeinschaftsstand von "Brot für die Welt" und dem Forum Fairer Handel in Bio-Halle. Wie schon in den Vorjahren präsentierte das Netzwerk dort ein breites Angebot an fairen Produkten. Auch Politiker jeder Couleur, sei es Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel oder Grünen-Bundesvorstand Cem Özdemir, besuchten den Stand, um mit den Ernährungsexperten vor Ort darüber zu sprechen, welchen Beitrag der Faire Handel für eine zukunftsfähige Landwirtschaft – speziell auch für die Kleinbauern in den Ländern des Südens – leistet kann.

Kochshow mit ernstem Hintergrund

Neben all der Theorie kam auch die Praxis auf der Grünen Woche nicht zu kurz. Karen Neumeyer, Koordinatorin der Kampagne zur Ernährungssicherheit bei "Brot für die Welt", stellte gemeinsam mit Bio-Spitzenkoch Bernd Trum auf der Showbühne "Flächenreduziertes Kochen" vor. Fakt ist: Unser Essen steht in direktem Bezug zu Landknappheit in den Entwicklungsländern. Jedes Lebensmittel benötigt Fläche, sei es der Anbau von Soja als Futtermittel oder das Weideland für Rinder. Und dieser Boden fehlt den armen Menschen, um für ihr eigenes Leben zu sorgen. Die Ernährungsexpertin und der Kochprofi zeigten, wie man ohne großen Aufwand ökologisch verträgliche Gerichte zubereitet, die auch noch lecker schmecken.

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