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Die diesjährige Grüne Woche, die am vergangenen Sonntag zu Ende gegangen ist, war ein Publikumsmagnet. Über 420.000 Besucher strömten vom 20. bis 29. Januar in die Messehallen unter dem Berliner Funkturm. Wie bei keiner anderen Messe steht auf der Grünen Woche die umfassende Aufklärung des Verbrauchers zu allen Fragen der Qualität und Sicherheit von Lebensmitteln im Mittelpunkt. Dafür macht sich auch "Brot für die Welt" stark. Das evangelische Hilfswerk war mit Ausstellungen und Aktionen in Berlin vertreten.
Die Internationale Grüne Woche Berlin 2012 hat ihren Stellenwert als weltgrößte Verbraucherschau für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau weiter gefestigt. Die diesjährige Messe verzeichnete mit über 420.000 Gästen die höchste Besucherzahl seit vier Jahren. Besonders interessiert zeigten die sich am Thema "Regionalität". Denn immer mehr Verbraucher wollen genau wissen, wo die Nahrungsmittel, herkommen, die sie einkaufen.
Wie groß ist mein ökologischer Fußabdruck?
Diesen Aspekt beleuchtete auch "Brot für die Welt" in diesem Jahr mit seinem Messeauftritt und lud die Besucher dazu ein, sich über den eigenen Konsum und dessen Folgen für die Länder des Südens Gedanken zu machen. So konnten Interessierte bei der Ausstellung des evangelischen Hilfswerks auf dem Stand des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) ihren ökologischen Fußabdruck messen. Dieser ermöglicht es, die Zukunftsfähigkeit des eigenen Lebensstils zu testen
Praktische Tipps für den Einkauf
Anschaulich erklärte das Team von "Niemand isst für sich allein", der Kampagne für Ernährungssicherung von "Brot für die Welt", dabei, wie nachhaltiger Konsum dazu beitragen kann, dass sich alle Menschen ernähren können. Besucher bekamen praktische Tipps, wie sie ihr Einkaufsverhalten und ihre Mobilität so gestalten können, dass weniger landwirtschaftliche Fläche für den Anbau von Futtermitteln oder Agrotreibstoffen genutzt werden – Flächen, die dann der Ernährungssicherung der Bevölkerung in Entwicklungsländern dienen können.
Politiker diskutieren mit "Brot für die Welt"
Um die Wertigkeit von Lebensmitteln ging es auf dem Gemeinschaftsstand von "Brot für die Welt" und dem Forum Fairer Handel in Bio-Halle. Wie schon in den Vorjahren präsentierte das Netzwerk dort ein breites Angebot an fairen Produkten. Auch Politiker jeder Couleur, sei es Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel oder Grünen-Bundesvorstand Cem Özdemir, besuchten den Stand, um mit den Ernährungsexperten vor Ort darüber zu sprechen, welchen Beitrag der Faire Handel für eine zukunftsfähige Landwirtschaft – speziell auch für die Kleinbauern in den Ländern des Südens – leistet kann.
Kochshow mit ernstem Hintergrund
Neben all der Theorie kam auch die Praxis auf der Grünen Woche nicht zu kurz. Karen Neumeyer, Koordinatorin der Kampagne zur Ernährungssicherheit bei "Brot für die Welt", stellte gemeinsam mit Bio-Spitzenkoch Bernd Trum auf der Showbühne "Flächenreduziertes Kochen" vor. Fakt ist: Unser Essen steht in direktem Bezug zu Landknappheit in den Entwicklungsländern. Jedes Lebensmittel benötigt Fläche, sei es der Anbau von Soja als Futtermittel oder das Weideland für Rinder. Und dieser Boden fehlt den armen Menschen, um für ihr eigenes Leben zu sorgen. Die Ernährungsexpertin und der Kochprofi zeigten, wie man ohne großen Aufwand ökologisch verträgliche Gerichte zubereitet, die auch noch lecker schmecken.