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Ursachen von Kinderarbeit

Wichtigste Ursache der Kinderarbeit ist die Armut: In Indien, wie in den meisten Ländern mit einem hohen Anteil an arbeitenden Kindern, muss ein Großteil der Bevölkerung von weniger als einem US-Dollar pro Tag leben. Daher wird es häufig als selbstverständlich angesehen, dass Kinder durch Lohnarbeit oder durch Unterstützung der Eltern zum Lebensunterhalt beitragen. Schätzungen zufolge erwirtschaften arbeitende Kinder in ihren Familien zwischen 15 und 30 Prozent des Haushaltseinkommens.

Armut...

ist die gewichtigste Ursache von Kinderarbeit.

Ein nicht unwichtiger Grund für Kinderarbeit scheint oft aber auch die schlechte Qualität der Schulen zu sein: Vielerorts fehlen Lehrer, ausreichende Räumlichkeiten und Unterrichtsmaterialien. Häufig ist das Lehrpersonal zudem unmotiviert und schlecht ausgebildet, und seine Lehrmethoden sind veraltet. So bezweifeln viele Eltern (zu Recht) den Nutzen eines Schulbesuchs ihrer Kinder. Insbesondere Analphabeten lassen sich auch durch bürokratische Hürden davon abhalten, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Sie brauchen für die Einschulung Geburtszertifikate, müssen Formulare ausfüllen, Hilfen beantragen etc. Davon fühlen sich viele Arme überfordert.

Teufelskreis von Armut und Kinderarbeit

Ein nachweisbarer statistischer Zusammenhang besteht zwischen der Vorbildung der Eltern und dem Schulbesuch der Kinder: Sind die Eltern nicht zur Schule gegangen, so ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie auch ihre Kinder nicht zur Schule schicken. Dies belegt eine Studie aus Indien, nach der in Familien, in denen beide Elternteile lesen können, fast 94 Prozent der Kinder die Schule besuchen, während dies in Familien, wo beide Analphabeten sind, nur 28 Prozent der Kinder tun.

So lässt sich also von einem Teufelskreis sprechen: Aus arbeitenden Kindern werden Erwachsene ohne Bildung, die arm bleiben und ihre Kinder arbeiten lassen, da sie selbst nichts anderes kennen gelernt haben.

Honduras
Perspektiven für die Kinder aus dem Slum
In den Elendsvierteln von Tegucigalpa, der Hauptstadt von Honduras, Lateinamerika, ist die Situation oft trostlos - vor allem für die Jungen und Mädchen der Familien, die vom Müll der Großstadt leben müssen. Dank der Hilfe von Brot für die Welt wächst für Kinder und Jugendliche eine Perspektive. Und auch ihre Eltern haben Grund zur Hoffnung. Ein Projekt, das Chancen schafft und beispielhaft für die Hilfe in den Großstädten Mittel- und Südamerikas ist.

Kirgisistan
Lachen lernen
Auf den Märkten der Hauptstadt Bischkek arbeiten rund 1.500 Jungen und Mädchen. Das "Zentrum zum Schutz der Kinder" verschafft ihnen Zugang zu Bildung – und hilft ihnen dabei, ihre Träume zu verwirklichen.

Postionpapier von Brot für die Welt zur Kinderarbeit
April 2002 / Mai 2003
Download (PDF - 135 KB)

Aktualisiert am 12.08.2016

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