Zu den Inhalten springen
Home > ProjekteIndonesien (KSPPM)

Im Einklang mit der Natur

Indonesien Auf der Liste der bevölkerungsreichsten Länder der Erde belegt die Republik Indonesien mit ihren knapp 250 Millionen Einwohnern den vierten Platz. Das südostasiatische Land erstreckt sich über mehr als 17.000 Inseln. Mehr als 27 Prozent der Gesamtbevölkerung lebt in Armut.

Den vierten Platz

...der bevölkerungsreichsten Länder der Erde belegt die Republik Indonesien mit ihren knapp 250 Millionen Einwohnern. Über 27 Prozent der Gesamtbevölkerung lebt in Armut, wobei es starke regionale Unterschiede gibt. Während in Java etwa 23 Prozent der Menschen als arm gelten, liegt der Anteil der Armen im Osten des Landes bei über 40 Prozent.

Vier Stunden entfernt vom nächstgelegenen größeren Ort

...befindet sich das Bergdorf Marom, ein bezaubernder Ort mit 1.100 Einwohnern. Mit dem Auto rumpelt man vier Stunden über schlecht asphaltierte Straßen und Feldwege, kracht in Schlaglöcher, versinkt im Schlamm. Doch dann entschädigt der großartige Blick auf den Tobasee unten im Tal.

Simbalon, Vorsitzender der Kaffeebauern des Dorfes

...baut wie seine Vorfahren Kaffee an. Doch für das Land, auf dem seine Kaffeebäume stehen und das seine Familie seit Generationen bewirtschaftet, keine Besitzurkunde hat, könnte Simbalon schon bald Probleme bekommen. Die indonesische Zentralregierung sieht das Land als öffentliches Land an.

Eine Schneise der Verwüstung

Nicht weit von Marom hinterlassen Planierraupen und Kettensägen eine Schneise der Verwüstung. Das Brüllen von Affen durchflutet wie ein Klagegesang die Wälder rund um das Dorf Panduman. „Selbst die Tiere weinen“, sagt James Sinanbela und zündet sich eine Nelkenzigarette an.

„Weihrauch aus Java“ wird das Harz der Benzoe-Bäume genannt

Benzoe hat James Sinanbela nicht reich gemacht, aber ein einfaches Leben ermöglicht. Knochenarbeit, aber so verlässlich wie der Monsun. Doch die indonesische Regierung und die Papierfirma Toba Pulp Lestari (TPL) will nun auf dem Land Eukalyptusbäume für die Papierproduktion pflanzen.

Der Landbevölkerung den Rücken stärken

...gegen Willkür, Landraub, Umweltver-schmutzung und die Zerstörung von Lebensraum. Das ist das ehrgeizige Ziel der kleinen indonesische Hilfsorganisation mit dem Namen Kelompok Studi dan Pengembangan Prakarsa Masyaraka (KSPPM).

„Wehrt euch! Ich bin bei euch! Ihr seid im Recht!“

...rief des Erzbischofs von Medan bei einem Besuch im Dorf Panduman, organisiert durch die KSPPM. Am Ende der Messe unterschrieb der Erzbischof als erster Unterstützer eine Petition der Bewohner Pandumans gegen die Papierfirma.

Die KSPPM unterstützt 45 Bauernverbände

Seit 16 Jahren unterstützt KSPPM 45 Bauernverbände rund um den Tobasee. Mitarbeitende der Organisation veranstalten regelmäßig Workshops, in denen sie sowohl über nachhaltige Anbaumethoden als auch über politische Zusammenhänge informieren.

Dank der Unterstützung von KSPPM

konnten Alman Simbalon und die meisten Kaffeebäuerinnen und -bauern des Dorfes Marom aus dem Teufelskreis der Armut ausbrechen. Sie stellten auf ökologischen Anbau um und erschlossen sich neue Einkommensquellen.

Behörden interessieren sich für ökologische Anbaumethoden

Stolz erzählt Simbalon, dass er jetzt auch Honigbienen züchte, deren Nektar in Fair-Trade-Läden in Sumatras Hauptstadt Medan verkauft würde. Die Provinzregierung hat ihn sogar eingeladen, einen Vortrag über ökologische Anbaumethoden zu halten - Dank KSPPM interessieren sich die Behörden neuerdings dafür.
Im Einklang mit der Natur

PowerPoint-Präsentation zum Projekt

Größe: 6.5 MB | Datum: 06.09.2013

Powerpoint-Präsentation versenden

Projektinformationen
Indonesien: Im Einklang mit der Natur
Download (PDF - 1.4 MB)

zip

PowerPoint-Präsentation
Indonesien: Im Einklang mit der Natur
Download (ZIP - 6.5 MB)

Das Bergdorf Marom in Nordsumatra ist ein bezaubernder Ort mit 1.100 Einwohnern, umgeben von Mango- und Avocadobäumen. Es ist ein grauer Morgen, als sich Alman Simbalon auf den Weg zu seiner kleinen Kaffeeplantage am Rande des Dorfes Marom macht. Simbalon ist Vorsitzender der Kaffeebauern des Dorfes, einer Gruppe von 134 Bäuerinnen und Bauern, die durch ökologischen Anbau versuchen, ihre Lebenssituation zu verbessern.

Das Land, auf dem Simbalon seinen Kaffee anbaut, haben schon seine Vorfahren bearbeitet. Es gibt genug her, um die Familie zu ernähren und etwas Geld zurückzulegen: für die Schuluniformen der Kinder oder Reparaturen an seinem Motorrad. Die Familie kommt zurecht, nicht mehr, nicht weniger.

Doch weil er für das Land, auf dem seine Kaffeebäume stehen und das seine Familie seit Generationen bewirtschaftet, keine Besitzurkunde hat, könnte Alman Simbalon schon bald Probleme bekommen. Denn die indonesische Zentralregierung sieht Land wie seines als öffentliches Land an. Sie vergibt Konzessionen an Bergbau- und Papierfirmen, öffnet die Märkte für private und ausländische Investoren. Für Kleinbauern hat dies häufig verheerende Auswirkungen. Nicht weit von Marom hinterlassen Planierraupen, Kettensägen und Äxte eine Schneise der Verwüstung.

Unterstützung bekommen die Dorfbewohnerinnen und -bewohner nur von der kleinen indonesischen Hilfsorganisation mit dem Namen Kelompok Studi dan Pengembangan Prakarsa Masyaraka (KSPPM). Sie hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, der Landbevölkerung den Rücken gegen Willkür, Landraub, Umweltverschmutzung und die Zerstörung ihres Lebensraums zu stärken.

Die Organisation übt Druck auf Distriktregierungen aus, damit diese die Rechte der Landbevölkerung durchsetzen und deren Besitz verbriefen. Außerdem arbeitet KSPPM alternative Gesetzesvorschläge aus, die der Landbevölkerung mehr Rechte zugestehen und sie gegen Landraub schützen. Seit 16 Jahren unterstützt KSPPM rund 45 Bauernverbände rund um den Tobasee.

Um die Not der Bevölkerung zu lindern, helfen Mitarbeitende von KSPPM bei der Suche nach alternativen Einkommensquellen. Dank der Unterstützung von KSPPM konnten Alman Simbalon und die meisten Kaffeebäuerinnen und -bauern des Dorfes Marom aus dem Teufelskreis der Armut ausbrechen. Sie stellten auf ökologischen Anbau um und erschlossen sich neue Einkommensquellen. "Wir verwenden keinen Kunstdünger mehr, sondern selbst hergestellten Kompost. So sparen wir Geld und erhöhen zusätzlich den Ernteertrag."

Ihre Spende hilft!Jetzt online spenden

Projektinformationen
Indonesien: Im Einklang mit der Natur
Download (PDF - 1.4 MB)

zip

PowerPoint-Präsentation
Indonesien: Im Einklang mit der Natur
Download (ZIP - 6.5 MB)

Fotoserie zum Projekt
Fotoausstellung mit 10 Fotos im Format 20 x 30 cm, dazugehörigen Begleittexten und einer großformatigen Überschrift.

Aktualisiert am 12.08.2016

Unsere Projekte

Weltkarte mit Beispielprojekten

Ansprechpartner
Spenden

Bank für Kirche und Diakonie
IBAN: DE10100610060500500500
BIC: GENODED1KDB

Online spenden

Newsletter abonnieren

Sie möchten regelmäßig Informationen über unsere Arbeit erhalten? Bestellen Sie unseren Newsletter!

Jetzt anmelden
Social Media
facebook twitter youtube
Netzwerk
Diakonie Katastrophenhilfe Bündnis Entwicklung hilft act alliance