Zu den Inhalten springen
Home > ProjekteDR Kongo (LIFDED)

Nein zur Gewalt

Kongo In weiten Teilen der Neun-Millionen-Einwohner-Metropole Kinshasa herrschen Gewalt, Bandenkriege und oftmals auch Anarchie. Die Polizei ist nicht in der Lage, für Ordnung zu sorgen. Mit Unterstützung von Brot für die Welt und mehreren Hundert Freiwilligen versucht die Organisation LIFDED, Frieden zu stiften.

Durch den Schlamm

In den Armenvierteln von Kinshasa fehlt es an allem. Es gibt es keine Straßen, keinen Strom und kein Wasser. Die Not führt immer wieder zu Gewalt.

Ein Funke genügt

"Die Nerven liegen blank", sagt Edouard A. Gatembo nu-Kaké (2.v.l.) über die Situation in seiner Stadt. Er ist Bürgermeister von Kimbanseke, der größten Gemeinde Kinshasas mit 46 Bezirken und zwei Millionen gemeldeten Einwohnern. 80 Prozent der Bevölkerung sind jung. Viele haben keinen Job, aber eine Waffe.

Überfordert und unterbezahlt

Die Polizei schafft es nicht, der ausufernden Gewalt in Kinshasa Einhalt zu bieten. Vielmehr sind sie Teil des Übels. Denn zahlreiche Beamte, die schon seit Monaten nicht bezahlt worden sind, schikanieren Bürger und kassieren ab.

Alltag in Kinshasa

Jugendliche rauben Händler aus, statt die Schule zu besuchen. Eltern setzen einfach ihre Kinder aus. "Hinter vielen Gewalttaten steckt die pure Not", sagt Grâce Lula, Leiterin der Brot für die Welt-Partnerorganisation LIFDED.

Gerechte Beziehungen herstellen

Hervorgegangen aus einer ländlichen Hilfsorganisation für Frauen, setzt sich LIFDED heute in den drei ärmsten Vierteln von Kongos Hauptstadt Kinshasa für Konfliktbewältigung, Menschenrechte und Demokratie ein.

Friedensstifter im Einsatz

Für LIFDED arbeiten knapp 400 eigens ausgebildete Mediatoren, wie etwa Boniface Yamba (Mitte), die unter anderem Familienzwists, Ehekrisen, Nachbarschaftskonflikte, Arbeitsstreitigkeiten und Verleumdungsfälle lösen.

Ende gut, alles gut

Nachdem Samuel Ndeto seinen Lehrerjob hingeschmissen hatte und anfing, in den Tag hineinzuleben, verließ ihn seine Frau Rebecca mit den beiden Kindern. Dank LIFDED haben die beiden nach ein paar Monaten aber wieder zusammengefunden.

Dankbar für die Unterstützung

"Wir brauchen Organisationen wie LIFDED, die Streitfälle lösen und helfen, große Konflikte zu vermeiden. LIFDED leistet hier eine herausragende Arbeit. Nur so kommen wir mit kleinen Schritten weiter", erklärt Bürgermeister Gatembo nu-Kaké (l.).

Mahnung eines kleinen Dichters

Patrick Sangi Lutondo, ein 7-jähriger "Friedensstifter", begeistert mit seinen Gedichten. Darin fordert er "Frieden für uns Kinder". Immer wieder trägt er sie auch an Schulen vor. LIFDED richtet dort regelmäßig Theater- und Kunstwettbewerbe zum Thema "Frieden" aus.
Nein zur Gewalt

PowerPoint-Präsentation zum Projekt

Größe: 3.4 MB | Datum: 05.10.2012

Powerpoint-Präsentation versenden

doc

Gemeindebriefvorlage
DR Kongo: Nein zur Gewalt
Download (DOC - 1.3 MB)

Projektinformationen
DR Kongo: Nein zur Gewalt
Download (PDF - 0.9 MB)

zip

PowerPoint-Präsentation
Präsentation über das Projekt des Projektpartners LIFDED aus der DR Kongo
Download (ZIP - 3.4 MB)

Ihre Mutter sagt gar nichts mehr. Sie starrt mit leerem Blick vor sich hin. Françoise sitzt mit hochgezogenen Schultern neben ihr und vergräbt eine Hand unterm T-Shirt auf dem Bauch. Jetzt muss sie es selbst erzählen. Die Frau von der Hilfsorganisation rückt mit ihrem Stuhl an sie heran, nimmt ihre freie Hand fest zwischen ihre eigenen. "Françoise, wie ist es passiert?"

Ein langer Weg zur Gerechtigkeit

Die Zehnjährige spricht leise. Berichtet, wie die Nachbarn abends mit ihrem Baby zu Besuch kommen. Dass der Mann bald wieder geht, die Frau noch bleibt. Dass sie ihm das Baby bringen soll, weil es eingeschlafen ist. Also wickelt sie das Kind in ein Tuch, trägt es zum Nachbarn, legt es ihm in den Arm. Der Säugling wird wach, weint, Françoise nimmt ihn wieder an sich, eilt zurück. Doch sie hat das Tuch beim Nachbarn vergessen. Sie geht wieder hinüber, er öffnet die Tür und hat das Stück Stoff in der Hand. Als sie danach greift, packt er sie und zerrt sie ins Haus. Er stopft ihr das Tuch in den Mund, presst sie auf den Boden, drückt ihr die Kehle zu. Zerrt seine Hose runter und vergewaltigt sie.

Ein paar Sekunden lang dehnt sich die Stille im Büro der Hilfsorganisation LIFDED. Grâce Lula, die Leiterin, hält noch immer die Hand des Mädchens. Dann wendet sie sich an die Mutter: "Seid ihr bereit, bis ans Ende zu gehen?", fragt sie. Die Frau, die sich bis dahin kaum bewegt hat, hebt ihren Kopf: "Auf jeden Fall." Bis ans Ende gehen heißt: Untersuchung im Krankenhaus, Vernehmung durch die Polizei, Klage gegen den Täter.

Sexuelle Gewalt nimmt zu

In der Demokratischen Republik Kongo ist das alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Obwohl das Gesetz seit 2006 Vergewaltigung unter Strafe stellt und Präsident Kabila "null Toleranz" gegenüber den Tätern proklamiert hat, zählt sexuelle Gewalt nicht nur im kriegsgeplagten Osten zum Alltag. Auch in der Hauptstadt Kinshasa ist sie ein wachsendes Problem.

Kinshasas "Friedensstifter"

Hervorgegangen aus einer ländlichen Hilfsorganisation für Frauen, setzt sich LIFDED heute mit finanzieller Unterstützung von Brot für die Welt in Kinshasas ärmsten Vierteln für Konfliktbewältigung, Menschenrechte und Demokratie ein. 12 Männer und Frauen arbeiten im Büro, hinzu kommen mehrere Hundert eigens ausgebildete Mediatoren, die "Friedensstifter".

Viele Menschen rufen "ihren" Friedensstifter an, wenn sich Nachbarn streiten, Jugendliche und Polizisten im Clinch liegen oder Ehemänner zuschlagen. Er oder sie spricht mit allen Beteiligten, verhandelt bei Bedarf mit der Polizei und bringt den Fall zu einer Lösung. "Wir brauchen Organisationen wie LIFDED", sagt Bürgermeister Gatembo. Er weiß, dass die Friedensstifter mancherorts bekannter sind als der Bezirksvorsteher. Und dass die Bevölkerung ihnen vertraut.

Gebühr für das Einreichen einer Vergewaltigungsklage
€ 10
Medizinische Untersuchung eines Gewaltopfers
€ 50
Radiosendung zum Thema
€ 100
Ihre Spende hilft!Jetzt online spenden
doc

Gemeindebriefvorlage
DR Kongo: Nein zur Gewalt
Download (DOC - 1.3 MB)

Projektinformationen
DR Kongo: Nein zur Gewalt
Download (PDF - 0.9 MB)

zip

PowerPoint-Präsentation
Präsentation über das Projekt des Projektpartners LIFDED aus der DR Kongo
Download (ZIP - 3.4 MB)

Kinderball Rainbow Fairtrade
12,95 EUR (inkl. MwSt.)
Diaserie zum Projekt
Fotoserie zum Projekt

Aktualisiert am 19.05.2016

Unsere Projekte

Weltkarte mit Beispielprojekten

Ansprechpartner
Spenden

Bank für Kirche und Diakonie
IBAN: DE10100610060500500500
BIC: GENODED1KDB

Online spenden

Newsletter abonnieren

Sie möchten regelmäßig Informationen über unsere Arbeit erhalten? Bestellen Sie unseren Newsletter!

Social Media
facebook twitter youtube
Netzwerk
Diakonie Katastrophenhilfe Bündnis Entwicklung hilft act alliance