Zu den Inhalten springen
Home > ProjekteAngola (ACM-KS)

Der Blick geht nach vorn

Angola Seit mehr als zehn Jahren ist der Bürgerkrieg in Angola beendet, doch bis heute leiden die Menschen unter seinen Folgen. Brot für die Welt hilft ihnen zurück in ein normales Leben.

Angola liegt im Südwesten Afrikas

Von 1575 bis 1975 war Angola portugiesische Kolonie. Nach der Unabhängigkeitserklärung brach ein blutiger Bürgerkrieg aus, der bis 2002 andauerte und rund 500.000 Menschen das Leben kostete. Schätzungsweise 2,5 Millionen Menschen wurden vertrieben.

Saatgut fürs nächste Jahr

Julia José sitzt auf dem Boden, ihr Kind neben sich, und greift in den Sack mit den Bohnen, die sie mit ihrer Familie geerntet hat. Die 28-Jährige sortiert Schalen und kaputte Bohnen aus. "Das wird unser Saatgut für das nächste Jahr", erklärt die Kleinbäuerin aus dem Dorf Cassombo im Zentrum Angolas.

Den größten Teil der Bohnenernte...

...haben JUlia José und ihr Mann verkauft. Seit Kurzem erwirtschaften sie mit ihrem kleinen Feld am Dorfrand Überschüsse. Die Ernährung der achtköpfigen Familie hat sich seitdem sehr verbessert.

Nach dem Bürgerkrieg

Genug zu essen zu haben, das ist für viele Menschen in Angola alles andere als selbstverständlich. Fast 30 Jahre Bürgerkrieg machten ein normales Leben in Angola unmöglich. Der Krieg brach aus, kurz bevor die Portugiesen Angola 1975 in die Unabhängigkeit entließen.

Der lange Schatten des Bürgerkriegs

Der Krieg riss Familien auseinander, die Menschen mussten fliehen und lebten im ständigen Ausnahmezustand. Öffentliche Gebäude wurden zerstört, darunter viele Schulen. Das spürt das Land bis heute: Viele der heutigen Erwachsenen konnten nicht - oder nur kurze Zeit - zur Schule gehen.

Saatgut-Projekt lässt Hoffnung keimen

Es gibt Projekte, die Mut machen: Die Jugendorganisation ACM-KS etwa initiierte eine genossenschaftlich organisierte Saatgutbank. Dort erhalten die Kleinbauernfamilien Samen für die Aussaat. Nach der Ernte geben sie die doppelte Menge zurück - damit auch bei anderen Familien Hoffnung keimen kann.

Für Valentina Chilombo

...ist vieles besser geworden. "Ich bin endlich wieder in der Lage, für mich selbst zu sorgen." Die 60-Jährige steht barfuß auf ihrem kleinen Feld.

Ernesto Cassinda (39)

...arbeitete bereits als Jugendlicher ehrenamtlich für ACM-KS. Inzwischen ist der studierte Entwicklungsexperte Direktor der Organisation.

Wie fast alle Männer des Landes

...musste auch Dorfvorsteher Enriques Maliamba (Bildmitte) im Krieg kämpfen - meist für die, die gerade die Region kontrollierten. Wie viele in seinem Alter besucht er heute den Alphabetisierungskurs in der Kirche.

Dank der Hilfe von ACM

...ist Enriques Maliamba heute wieder in der Lage, seine zehnköpfige Familie zu ernähren. Vom Verkauf seiner Bohnen konnte er sich sogar ein neues Dach für seine Hütte kaufen.
Der Blick geht nach vorn

PowerPoint-Präsentation zum Projekt

Größe: 8.6 MB | Datum: 29.11.2013

Powerpoint-Präsentation versenden

Projektinformationen
Angola: Der Blick geht nach vorn
Download (PDF - 1.4 MB)

Flyer zum Projekt
Angola: Der Blick geht nach vorn
Download (PDF - 4.0 MB)

"Das wird unser Saatgut für das nächste Jahr", sagt Julia José und zeigt auf einen Haufen getrockneter Bohnen. Den größten Teil der Bohnenernte haben die 28-jährige Bäuerin und ihr Mann verkauft. Seit Kurzem erwirtschaften sie mit ihrem kleinen Feld am Dorfrand von Cassombo im Zentrum Angolas Überschüsse. Davon können sie Speiseöl, Reis und Nudeln oder auch mal ein Huhn kaufen.

Genug zu essen zu haben

...das ist für die junge Frau alles andere als selbstverständlich. Fast dreißig Jahre Bürgerkrieg machten ein normales Leben in Angola unmöglich. Groß war die Hoffnung, als die Familie nach dem Frieden von 2002 endlich in ihr Dorf zurückkehren konnte. Doch wie sollten sie von der eigenen Hände Arbeit leben, wo doch Saatgut, landwirtschaftliches Gerät und Know-how fehlten?

Schwieriger Neuanfang

Hilfe kam von der christlichen Jugendorganisation ACM-KS (Associaçao Crista da Mocidade Regional do Kwanza Sul). Sie verteilte in Cassombo Lebensmittel, später Saatgut und Hacken. Vor ein paar Jahren initiierte ACM-KS, unterstützt von Brot für die Welt, eine Saatgutbank. Dort erhalten die Kleinbauernfamilien Samen für die Aussaat. Nach der Ernte müssen sie die doppelte Menge zurückgeben. Julia José baut seitdem verschiedene Gemüsesorten an: Kohl, Kartoffeln und Karotten. Wie sie das Gemüse am besten zubereitet, hat sie in einem Kurs von ACM-KS gelernt. Alle in der Familie haben nun genug zu essen – und sind viel seltener krank.

25 Maniok-Stecklinge
€ 13
Halbtägiges landwirtschaftliches Training je Dorf
€ 60
Zwei Ochsen mit Pflug
€ 1.300
Ihre Spende hilft!Jetzt online spenden

Projektinformationen
Angola: Der Blick geht nach vorn
Download (PDF - 1.4 MB)

Flyer zum Projekt
Angola: Der Blick geht nach vorn
Download (PDF - 4.0 MB)

Flyer zum Projekt
0,00 EUR (zzgl. Versand)
Fotoserie zum Projekt
Fotoausstellung mit 10 Fotos im Format 20 x 30 cm, dazugehörigen Begleittexten und einer großformatigen Überschrift.

Aktualisiert am 19.05.2016

Unsere Projekte

Weltkarte mit Beispielprojekten

Ansprechpartner
Spenden

Bank für Kirche und Diakonie
IBAN: DE10100610060500500500
BIC: GENODED1KDB

Online spenden

Newsletter abonnieren

Sie möchten regelmäßig Informationen über unsere Arbeit erhalten? Bestellen Sie unseren Newsletter!

Social Media
facebook twitter youtube
Netzwerk
Diakonie Katastrophenhilfe Bündnis Entwicklung hilft act alliance