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Das Meditationstuch zur 50. Aktion
Der ugandische Künstler Stephen Kasumba hat für "Brot für die Welt" das Meditationstuch für die 50. Aktion gestaltet. Unter dem Titel "Es ist genug für alle da" verbindet Kasumba durch seinen ganz eigenen farbenfrohen Malstil biblische und ugandische Motive mit Herausforderungen der Gegenwart. Das Bild vermittelt die Botschaft: "Es ist genug für alle da, wenn wir teilen und sorgsam mit den Ressourcen umgehen".
Im Mittelpunkt des Bildes stehen zwei biblische Geschichten. Unten verteilt eine Person Lebensmittel an eine bunt zusammengewürfelte Menschenmenge aus Kindern, Erwachsenen, Alten und Kranken wie Jesus bei der Speisung der 4000 oder 5000. Darüber sitzen sieben Menschen um einen großen Teller und essen zusammen. Anklänge an die Mahlgemeinschaften Jesu und das Abendmahl sind deutlich.
Etwas weiter links mühen sich Frauen ab, Wasser für ihre Familien zu holen. Wie schwer das sein kann, macht der Künstler durch die Akrobatik deutlich, die die Frauen aufbringen müssen. Auf der linken Seite zeigt Kasumba auf, dass es nur dann genug für alle geben kann, wenn wir sorgsam mit der Schöpfung umgehen. Der Klimawandel führt zu Dürre und Überschwemmungen. In einem Boot versucht ein Mensch zu retten, wer und was zu retten ist eine Arche?
Ins Zentrum des rechten Bildteils stellt der Künstler Fischer mit einem übermäßig gefüllten Netz der Fischzug des Petrus (Lukas 5). Doch das Netz ist schon festgebunden an einem Flugzeug, das den guten Fang aus den Händen der Fischer reißen wird. Kasumba spielt darauf an, dass ein Großteil der im Viktoriasee seiner Heimat gefangenen Nilbarsche nach Europa exportiert werden. Für die Einheimischen bleiben oft nur die Gräten und Reste.
Stephen Kasumba, geb.1960, ist der 1. Preisträger des "Kenya Art Panorama" Wettbewerbs. Er ist sich sicher: "Es ist genug für alle da, wenn wir miteinander teilen und auf einander Rücksicht nehmen."