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Burkina Faso kämpft gegen zunehmende Trockenheit. Viele Kinder haben nicht genug zu essen und sind daher anfällig für Krankheiten. In Burkina Faso stirbt jedes fünfte Kind vor seinem fünften Geburtstag. Das kirchliche Entwicklungsbüro ODE leistet Gesundheitsfürsorge und hilft den Bauern, sich an die Klimaveränderungen anzupassen.
Martine Ouedraogo sitzt vor der Gesundheitsstation des Dorfes Soaw und hat die einjährige Augustine auf ihrem Schoß. Mit ihr warten viele Dutzend Mütter mit ihren Säuglingen auf Betreuung. "Ihr dürft nur das Wasser aus den Brunnen trinken!", erklärt ihnen eine junge Krankenschwester. "Aber das Wasser aus dem See schmeckt besser!", erwidert eine Mutter. "Vom Seewasser bekommt ihr Durchfall", sagt die Krankenschwester. "Und damit eure Kinder gesund bleiben, müsst ihr vor dem Stillen eure Brüste mit Brunnenwasser waschen."
Gesund aufwachsen
Martine Ouedraogo hört aufmerksam zu. 28 Jahre ist sie alt und Mutter von drei Kindern. Sie sollen es einmal besser haben als ihre Mutter; die nie lesen und schreiben gelernt hat. Vor allem sollen sie gesund aufwachsen. Bevor Augustine gewogen und geimpft wird, lernt sie alles, was eine Mutter über Hygiene wissen muss. Die Krankenschwester, die sie unterrichtet, arbeitet beim Office de Développement des Eglises Evangéliques (ODE). Das kirchliche Entwicklungsbüro kümmert sich nicht nur um die Gesundheitsvorsorge. Die allgemeine Klimaveränderung zwingt dazu, sich auf die Ernährungssicherung zu konzentrieren: Am Südrand der Sahelzone deutet alles darauf hin, dass sich die Trockenheit dauerhaft ausdehnen wird. 90 Prozent der Menschen leben allein von dem, was sie ernten. "Manchmal haben wir nicht genug zu essen", sagt Martine.
Bauernfamilien steigern ihre Erträge
Vieles hat sich bereits zum Guten gewendet. Ihr Mann Justin, den ODE ausgebildet hat, berät andere Bauern in nachhaltiger Landwirtschaft. Gemeinsam kämpfen sie gegen die Erosion ihrer Äcker und für die Steigerung ihrer Ernten. Sie bauen Steinwälle gegen den Wind, der den Mutterboden abträgt, legen Komposthaufen und Dunggruben an. Offenbar mit Erfolg: "Das Gemüse auf unseren Felder gedeiht besser", sagt Martine. Sie schmiedet bescheidene Zukunftspläne: "Ich hoffe, durch bessere Erträge in Zukunft genug Geld für meine Familie zu haben, um Schulgebühren, Kleidung und Medizin bezahlen zu können."