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Krieg statt Spielen - Wie syrische Kinder versuchen, mit dem Krieg zu leben

Von Online-Redaktion am

Wie erleben Kinder den Krieg? 75 Prozent der syrischen Flüchtlinge sind Frauen und Kinder. Wenn man die Kinder im al-Husn Camp beim Fangen spielen  und lachen beobachtet, scheinen sie zunächst ganz fröhlich. Doch das täuscht. Die Kämpfe und die Flucht haben sie besonders schwer getroffen, viele sind traumatisiert und werden von der Diakonie Katastrophenhilfe und ihren Partnerorganisationen psychologisch betreut.

In der Therapie malen und zeichnen die Kinder, was sie erlebt haben. So wie Mohammed. Der Zwölfjährige malt gerade ein Haus, als wir in das Therapiezentrum im Camp kommen. Doch er zeichnet weder Blumen noch Gardinen in das Haus, sondern Menschen und eine Rakete, die auf das Gebäude zurast. Genauso hat er es erlebt: Seine Verwandten wohnten in dem Haus. Bei einem Raketenangriff starben sieben seiner Cousins. Vor Freude strahlend schenkt Mohammed das Bild dem Ratsvorsitzenden Schneider, als er fertig ist. Wie fast alle Kinder ist er stolz auf sein Bild. Doch was er gemalt hat, ist ganz anders als das, was die meisten Kinder sich vorstellen und erlebt  haben. "Das hat mich sehr bewegt", berichtet Schneider.

 

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