| || Home > Weltweit aktiv > Liste der Projekte > Bangladesch |
Kinderball Rainbow Fairtrade
12,95 EUR (inkl. MwSt.)
Die Garo sind eine christliche Minderheit im Norden von Bangladesch. Sie leben von der Landwirtschaft. Doch die Zerstörung ihres Lebensraums bedroht sie in ihrer Existenz. Die Church of Bangladesh hilft ihnen, ihre Erträge zu steigern und ihre Ernährung zu sichern.
Es ist früher Morgen. Mit einem Eimer geht Kalpona Ritchil durch Reihen mit Blumenkohl, Auberginen und Spinat und sprengt mit den Fingern Wasser auf die Pflanzen. „Das Gemüse schützt uns vor Hunger“, sagt die 47-Jährige und lässt den Blick über die Beete schweifen. Doch die Witwe ist verunsichert. Sie befürchtet, eines Tages ihr Land zu verlieren.
Ihr Dorf liegt in der Region Madhupur im Norden von Bangladesch. Hier leben viele einst aus Tibet eingewanderte Garo. Im Unterschied zur bengalischen Bevölkerungsmehrheit, die fast ausschließlich muslimischen Glaubens ist, sind die Garo Christen. Sie sprechen eine eigene Sprache und feiern traditionelle Feste, vor allem aber hat bei ihnen die Frau das Sagen.
Angst vor Vertreibung
Von dem einst großen Urwald in der Region Madhupur ist heute nur noch wenig übrig. Vor etwa 20 Jahren begannen staatliche und private Unternehmen, Kautschukplantagen anzulegen sowie großflächig Bananenstauden, Eukalyptus und andere Nutzbäume anzupflanzen. Außerdem drängen immer mehr bengalische Siedler in die fruchtbare Region. Und zu allem Überfluss will die Regierung hier einen Naturschutzpark einrichten, der Touristen nach Bangladesch locken soll. Doch alle wissen: Hat die korrupte Forstbehörde erst einmal die alleinige Kontrolle, werden auch die letzten Waldflächen abgeholzt und die Garo von ihrem Land vertrieben.
Organischer Dünger sichert Einkommen
Mit einem von „Brot für die Welt“ finanzierten ländlichen Entwicklungsprojekt will die Church of Bangladesh den Garo ermöglichen, in ihrer Heimat zu bleiben und ihre Kultur zu bewahren. Dazu werden die Menschen unter anderem über ihre Landrechte aufgeklärt, und sie lernen, ihr Einkommen zu steigern und ihre Ernährung zu sichern: zum Beispiel, indem sie neue Feldfrüchte anbauen, Pilze züchten oder organischen Dünger herstellen. „Unsere Situation hat sich sehr verbessert“, sagt Kalpona Ritchil. „Früher gab es nur das Nötigste, heute essen wir dreimal am Tag – und ich kann uns sogar Bananen auf dem Markt kaufen!“