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Wenn Ende September 2010 die Staats- und Regierungschefs der Welt in New York zusammenkommen, steht viel auf dem Spiel. Sie werden eine Zwischenbilanz der Millenniums-Entwicklungsziele ziehen und sie müssen entscheiden, wie die Ziele in den verbleibenden fünf Jahren noch zu verwirklichen sind. Als Kirchen erwarten wir, dass sie einen mutigen Schritt hin zu einer menschenwürdigeren, gerechteren und solidarischen Weltordnung machen. Die Erfüllung der in den Millenniums-Entwicklungszielen gegebenen Versprechen ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg dahin.
Der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) und „Brot für die Welt“ engagieren sich als Teil der weltweiten Ökumene für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Wie, das zeigen schlaglichtartig einige Beispiele aus der Arbeit der Partnerorganisationen in aller Welt. Die Entwicklungszusammenarbeit der Kirchen weist allerdings über die Millenniums-Entwicklungsziele hinaus.
Entwicklung muss gerechter werden
Sie ist von der Überzeugung geleitet, dass besonders die Armen, Ausgegrenzten und Unterdrückten unsere Nächsten sind. Im Mittelpunkt kirchlicher Solidarität mit den Armen stehen die Menschen – Männer und Frauen und ihre Gemeinschaften. Ihre Lebenschancen wollen wir stärken und ihre Möglichkeiten, für eine Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse und eine Verwirklichung ihrer Menschenrechte einzutreten. Die biblische Verheißung, dass alle „das Leben und volle Genüge“
haben sollen (Johannes 10, 10), ist uns Ansporn, an der Seite der Armen und Ausgegrenzten für eine gerechtere
und nachhaltige Entwicklung in der Einen Welt einzutreten.
Engagiert in Gemeindegruppen
Die Broschüre "Keine halben Sachen", die wir Ihnen hier als Download anbieten, möchte Ihnen helfen, sich mit der Bedeutung der Millenniums-Entwicklungsziele für die Anliegen kirchlicher Weltverantwortung auseinanderzusetzen und selbst aktiv zu werden. Hinweise dazu finden Sie in den Materialien, Bausteinen und Mitmachgelegenheiten. Greifen Sie das Thema auf, in Konfirmations- oder Religionsunterricht, Jugendarbeit und Gottesdiensten für September oder auch später im Jahr. Auch Ihre Stimme zählt im Kampf gegen Armut.