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Peru

Nachhaltige Landwirtschaft in dünner Luft

Ein Bauer pflanzt Setzlinge des Quinualbaumes, der durch Abholzung gefährdet ist. Foto: Thomas Lohnes

Peru liegt im Nordwesten Südamerikas. Das Land ist fast viermal so groß wie Deutschland. Karte: Jochen Fischer

Die verarmte Landbevölkerung zieht in die Städte und versucht es mit Gelegenheitsarbeit. Foto: Thomas Lohnes

Die indigene Bevölkerung Perus trägt maßgeblich zur Nahrungsmittelproduktion bei. Foto: Thomas Lohnes

Die CMA fördert ökologische Landwirtschaft und kämpft für die Kleinbauernrechte. Foto: Thomas Lohnes

Das Dorf Raquina stellt bereits auf ökologischen Anbau um. In der Freizeit spielen die Frauen Fußball. Foto: Thomas Lohnes

Ihm Jahr 2004 brach ein Stauwehr oberhalb des Dorfes. 16 Familien verloren alles. Foto: Thomas Lohnes

Der Wiederaufbau des Dorfes wird zur Umstellung auf ökologischen Landbau genutzt. Foto: Thomas Lohnes

Florinda Vera hat das ganze Jahr über Grünfutter für ihre Kühe. Foto: Thomas Lohnes

Lucinda ist die Leiterin einer Regionalorganisation des CNA. Foto: Thomas Lohnes

Ihre Mutter ist stolz auf sie. Denn Frauen tragen erheblich zur Ernährungssicherung bei. Foto: Thomas Lohnes

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In den peruanischen Anden sorgt der Bauerndachverband CNA dafür, dass es vielen Familien besser geht. Der Verband führt moderne ökologische Anbaumethoden ein, und kämpft bei Verwaltung und Regierung um mehr Mitsprache für die Kleinbauern.

In Raquina in der Region Junín sind die Anbauflächen der Familien nicht größer als zwei Hektar und liegen meist an Berghängen auf bis zu 4.200 Metern. Fast die Hälfte aller Kinder unter fünf Jahren ist mangelernährt. Hier ist die Luft dünn, aber die Menschen, die hier leben, sind daran gewöhnt. In dem Bergdorf macht vielen Bewohnern die Erinnerung an den 21. Februar 2004 zu schaffen. "Wir hörten Schreie und ein ganz seltsames Geräusch" erinnert sich Jorge Cóndor. "Dann sahen wir eine riesige Wassermasse, die Erde und Balken mit sich riss." Oberhalb des Dorfes war ein großes Stauwehr gebrochen.

Der Bauerndachverband hat politisches Gewicht
16 Familien verloren ihren gesamten Besitz, einige ihr Leben. Auch Antonio Javier, 57, der Schwiegervater von Cóndor, hatte kein Haus mehr und seine Herde mit 95 Schafen wurde getötet. Die Familie wurde vom Bauerndachverband CNA (Confederación Nacional Agraria) unterstützt. Der CNA koordinierte zunächst die Nothilfe der Diakonie Katastrophenhilfe und verwaltet jetzt auch die Gelder von "Brot für die Welt", die für die langfristige Hilfe für die Opfer verwendet werden. Der Dachverband CNA repräsentiert 1.400 Bauern- und Basisorganisationen. Seine Größe gibt ihm politisches Gewicht. Er tritt auf lokaler wie regionaler und nationaler Ebene für eine demokratische Gesellschaft ein, für Ressourcenschutz, für die Gleichstellung von Frauen und für eine stärkere Bedeutung der Kleinbauernfamilien in der peruanischen Gesellschaft.

"Das hier ist unser Land, unser Leben!"
In Raquina galt es, 30 Hektar Anbaufläche und zehn Hektar Wald mit modernen ökologischen und nachhaltigen Methoden wieder fruchtbar zu machen. Der CNA wendet hier wie auch im übrigen Land die Beratungsmethode "Von Bauer zu Bauer" an, bei der das Wissen über Anbaumethoden an interessierte Nachbarn weitergegeben wird. "Die CNA-Leute haben uns sehr geholfen", sagt  Javier. "Die Kommunalregierung wollte uns allesamt in die Stadt Asca umsiedeln. Aber was sollen wir da? Wir sind Bauern, das hier ist unser Land, unser Leben!"

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