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50 Jahre Brot für die Welt

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Sri Lanka

Ein kleiner Garten Eden

Bis vor wenigen Jahren baute Chandana Kumare mit geringem Erfolg Chilischoten an. Heute wachsen in seinem Garten Bananen, Papaya, Orangen, Pampelmusen, Mangos und Süßkartoffeln.

Sri Lanka liegt im Indischen Ozean, südöstlich von Indien. Auf der Insel leben 20 Millionen Menschen.

Seit Jahrtausenden wird in Sri Lanka Reis angebaut. Noch heute verdient jeder Zweite seinen Lebensunterhalt als Reisbauer.

Die "Bewegung für eine nationale Land- und Agrarreform" (Movement for National Land and Agricultural Reform, MONLAR) setzt sich unter ihrem Vorsitzenden Sarath Fernando für die Interessen der Bauern ein.

Mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen, wie Protestdemonstrationen, Plakatkampagnen und Filmvorführungen verleiht MONLAR seinen Forderungen Nachdruck.

MONLAR vermittelt den Bauern nachhaltige Anbaumethoden. Eine davon ist die "Integrierte Schädlingskontrolle".

Seinen bescheidenen Wohlstand verdankt Chandana Kumare den Mitarbeitern von MONLAR. Sie zeigten dem Kleinbauern, wie man durch kleine Tricks Wasser sparen kann.

An nahezu allen Küsten Sri Lankas richtete der Tsunami am 26. Dezember 2004 verheerende Zerstörungen an. Ganze Dörfer verschwanden von der Landkarte.

Unzählige Organisationen beteiligten sich an der Katastrophenhilfe – leider nicht immer auf der Grundlage ausreichender Kenntnisse. So erhielten vielerorts auch Menschen Boote, die zuvor gar nicht als Fischer gearbeitet hatten.

MONLAR konzentrierte sich bei seiner Hilfe auf die nachhaltige Landwirtschaft. Mit seinem Beratungs- und Trainingsprogramm hat es die Organisation geschafft, die Opfer aus ihrer zunehmenden Empfängerhaltung herauszuholen.

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Was kostet wieviel?
Samen und Setzlinge für einen Hausgarten
€ 3
Monatsgehalt des Betreuers einer Baumschule
€ 20
Workshop für 25 Bauern
€ 160
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Bis vor wenigen Jahren baute Chandana Kumare nur Chilischoten an. Nun wachsen in seinem Garten eine ganze Reihe unterschiedlicher Obst- und Gemüsesorten. Seinen bescheidenen Wohlstand verdankt der Kleinbauer der "Brot für die Welt"-Partnerorganisation MONLAR, die ihn in nachhaltigen Anbaumethoden geschult hat.

Als der Kleinbauer Chandana Kumare vor einigen Jahren mit seiner Frau Sudharma nach Mahagalwewa zog, wuchs in dem kleinen Ort im Süden Sri Lankas kaum etwas. Mit bescheidenem Erfolg baute er Chilischoten an. Dafür pumpte er mühsam Wasser aus einem Reservoir in seinen Garten, doch es war nie genug für den ausgedorrten Boden.

Nachhaltige Anbaumethoden
Damals kamen Mitarbeiter von MONLAR in die Gegend. Die Organisation erforscht nachhaltige Landbaumethoden, entwickelt Lehrmaterialien dazu und unterstützt Graswurzelinitiativen dabei, ihre Anbaumethoden zu verbessern. Zudem setzt sie sich auf politischer Ebene für die Rechte der Kleinbauern ein. Die MONLAR-Mitarbeiter rieten Chandana, weitere Pflanzen anzubauen, damit der Boden das Wasser besser speichern könne. Nach ihrer Anleitung begann er Bananen, Papaya, Orangen, Pampelmusen, Mangos und Süßkartoffeln zu pflanzen.

"Hausgärten" schonen die Haushaltskasse
Rund 500 solcher "Hausgärten" wurden in den vergangenen drei Jahren mit finanzieller Unterstützung von "Brot für die Welt" angelegt. "Wir achten darauf, dass mit jedem Garten ein intaktes Biotop entsteht", erklärt MONLAR-Mitarbeiter Soora Sena. Die Gärten liefern den Familien nun das ganze Jahr über gehaltvolle Nahrung. So brauchen sie kein Gemüse mehr auf dem Markt zu kaufen und schonen ihre Haushaltskasse. Durch den Verkauf ihrer Überschüsse erzielen sie zum Teil sogar beträchtliche Gewinne.
Bestes Beispiel dafür ist Chandana Kumare: Der hat durch seinen kleinen Garten Eden inzwischen ein Einkommen von rund 13.000 Rupien (100 Euro) im Monat. Zum Vergleich: Ein Lehrer verdient weniger als die Hälfte.

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