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Bis vor wenigen Jahren baute Chandana Kumare nur Chilischoten an. Nun wachsen in seinem Garten eine ganze Reihe unterschiedlicher Obst- und Gemüsesorten. Seinen bescheidenen Wohlstand verdankt der Kleinbauer der "Brot für die Welt"-Partnerorganisation MONLAR, die ihn in nachhaltigen Anbaumethoden geschult hat.
Als der Kleinbauer Chandana Kumare vor einigen Jahren mit seiner Frau Sudharma nach Mahagalwewa zog, wuchs in dem kleinen Ort im Süden Sri Lankas kaum etwas. Mit bescheidenem Erfolg baute er Chilischoten an. Dafür pumpte er mühsam Wasser aus einem Reservoir in seinen Garten, doch es war nie genug für den ausgedorrten Boden.
Nachhaltige Anbaumethoden
Damals kamen Mitarbeiter von MONLAR in die Gegend. Die Organisation erforscht nachhaltige Landbaumethoden, entwickelt Lehrmaterialien dazu und unterstützt Graswurzelinitiativen dabei, ihre Anbaumethoden zu verbessern. Zudem setzt sie sich auf politischer Ebene für die Rechte der Kleinbauern ein. Die MONLAR-Mitarbeiter rieten Chandana, weitere Pflanzen anzubauen, damit der Boden das Wasser besser speichern könne. Nach ihrer Anleitung begann er Bananen, Papaya, Orangen, Pampelmusen, Mangos und Süßkartoffeln zu pflanzen.
"Hausgärten" schonen die Haushaltskasse
Rund 500 solcher "Hausgärten" wurden in den vergangenen drei Jahren mit finanzieller Unterstützung von "Brot für die Welt" angelegt. "Wir achten darauf, dass mit jedem Garten ein intaktes Biotop entsteht", erklärt MONLAR-Mitarbeiter Soora Sena. Die Gärten liefern den Familien nun das ganze Jahr über gehaltvolle Nahrung. So brauchen sie kein Gemüse mehr auf dem Markt zu kaufen und schonen ihre Haushaltskasse. Durch den Verkauf ihrer Überschüsse erzielen sie zum Teil sogar beträchtliche Gewinne.
Bestes Beispiel dafür ist Chandana Kumare: Der hat durch seinen kleinen Garten Eden inzwischen ein Einkommen von rund 13.000 Rupien (100 Euro) im Monat. Zum Vergleich: Ein Lehrer verdient weniger als die Hälfte.