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50 Jahre Brot für die Welt

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Mosambik

Bäuerinnen betreten Neuland

ORAM unterstützt Bauernfamilien bei der Gründung von Genossenschaften und der Vermarktung ihrer Produkte. Foto: Gerd-Matthias Hoeffchen

Mosambik liegt an der Südostküste Afrikas und gehört zu den am dünnsten besiedelten Ländern in Afrika. Maputo ist die Hauptstadt des Landes. Foto: Gerd-Matthias Hoeffchen

Der Bürgerkrieg dauerte 15 Jahre. Zähe Friedensverhandlungen brachten schließlich im Oktober 1992 den lang ersehnten Friedensschluss. Foto: Gerd-Matthias Hoeffchen

Land ist in Mosambik Staatseigentum. Die Behörden überlassen es den Bauern zur Bewirtschaftung. Sie können aber jederzeit vertrieben werden. Foto: Gerd-Matthias Hoeffchen

Erst mit einem Landtitel können Bauernfamilien ihr Recht einfordern. Um einen solchen Titel zu erwerben, hilft ihnen ORAM, die Partnerorganisation von "Brot für die Welt". Foto: Gerd-Matthias Hoeffchen

ORAM regt an, dass Bauernfamilien Genossenschaften gründen und berät die Bauern, wie sie höhere Erträge erzielen und ihre Überschüsse besser vermarkten können. Foto: Gerd-Matthias Hoeffchen

Eine Erfolgsgeschichte ist die Genossenschaft Josina Machel. Das Herzstück der Mitglieder ist eine kleine Maniokfabrik. Foto: Gerd-Matthias Hoeffchen

Nachdem der Maniok geschält und gewaschen ist, wird er in der kleinen Fabrik in einer Mühle gemahlen und in Jutesäcke gepackt gepresst. Foto: Gerd-Matthias Hoeffchen

Nach dem Pressen wird das Mehl aus den Säcken geschüttet und getrocknet, dann geröstet, bevor es zum Lagern wieder in Säcke gefüllt wird. Foto: Gerd-Matthias Hoeffchen

Maniokmehl wird zu Brei gekocht und als Beilage zu Gemüsesoßen gegessen. Doch man kann die Wurzelknollen auch raspeln und danach in Öl frittieren. Foto: Gerd-Matthias Hoeffchen

Dank der Unterstützung von ORAM haben alle Mitglieder der Genossenschaft Josina Machel genügend zu essen. Foto: Gerd-Matthias Hoeffchen

"Aus der Erde kommt unsere Nahrung. Die Erde gibt uns unser täglich Brot. Die Heimat ist mit nichts zu bezahlen", bekräftigt der Projektkoordinator von ORAM, Issufo Tankar. Foto: Gerd-Matthias Hoeffchen

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Was kostet wieviel?
Landvermessung und Eintragung ins Grundbuch pro Genossenschaft durchschnittlich
€ 700
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Das Herzstück der Genossenschaft Josina Machel ist eine kleine Maniokfabrik. Hier wird Maniokmehl hergestellt. Gewöhnlich müssen die Frauen Maniok in mühevoller Handarbeit zu Mehl verarbeiten, doch dank der Hilfe von ORAM ist der Arbeitsalltag nicht mehr gar so beschwerlich.

"Unser Land wird demnächst vermessen", freut sich Amélia Francisco, Mitglied der Genossenschaft Josina Machel, in der zwölf Frauen und sechs Männer ein gemeinsames Feld bewirtschaften. Erst mit der Vermessung können die Rechte der Genossenschaft gesichert und das Land im Grundbuch eingetragen werden.

Kein privates Land in Mosambik
Land ist in Mosambik grundsätzlich Staatseigentum. Die Behörden überlassen es den Bauern zur Bewirtschaftung. Sie können aber jederzeit vertrieben werden, etwa, wenn ausländische Investoren das Land pachten wollen. Ein Gesetz von 1997 erlaubt es Genossenschaften und Dorfgemeinschaften zwar, einen Landtitel zu erwerben. Doch die Kosten und die Anforderungen sind für die Bauern oft nicht allein zu schultern.

Die Organisation ORAM unterstützt Bauerngenossenschaften bei Registrierung und Erwerb von Landtiteln. Der ländliche Verband ist aus der Entwicklungsabteilung des mosambikanischen Christenrats hervorgegangen. "Brot für die Welt" fördert das Provinzbüro Zona Sul, das 164.000 Bauernfamilien betreut. ORAM berät die Bauern auch, wie sie höhere Erträge erzielen und ihre Überschüsse vermarkten können und vertritt sie gegenüber Behörden.

Eine Maniokmühle mit Dieselmotor erleichtert die Arbeit
Der ganze Stolz der Genossenschaft ist die Maniokmühle mit Dieselmotor, die sie zusammen mit einer Presse gekauft haben, um Wasser aus dem Mahlgut zu entfernen. Die Maniokwurzeln werden zunächst geschält und gewaschen und danach gemahlen. Dabei entsteht ein feinkörniges Mehl, das anschließend geröstet wird. Der mechanisierte Verarbeitungsprozess trägt seinen Teil dazu bei, dass ein schmackhaftes, gleichmäßig helles Mehl entsteht.

Doch die Vermarktung ist beschwerlich. Kiloweise verpacken die Bäuerinnen das Mehl und tragen es auf dem Kopf in übervollen Körben bis zur drei Kilometer entfernten Hauptstraße. Dort verkehren Kleinbusse, mit denen die Bäuerinnen das Mehl nach Inharrime, der zehn Kilometer entfernten Stadt, bringen. Gemeinsam mit ORAM überlegen die Genossenschaftsmitglieder, wie sie die Vermarktung effektiver organisieren können. Mit einer Kundin aus Maputo verhandeln sie bereits über die regelmäßige Abnahme größerer Mengen.

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