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4. Stuttgart Open Fair

"Brot für die Welt" wirbt für Fairen Handel

Elke Ahrens, "Brot für die Welt"

Um Unterstützung für den Fairen Handel warb "Brot für die Welt" auf seinem Stand bei der 4. Stuttgart Open Fair. Das evangelische Hilfswerk zählte zum wiederholten Mal zu den Förderern des Festivals.

Die Organisatoren der Open Fair zogen indes eine positive Bilanz. Nach ihren Schätzungen hat das von knapp 50 Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen veranstaltete "Festival des Wandels" mit über 4.000 Besuchern mehr Menschen erreicht als je zuvor. Vor allem habe der "Weltstattmarkt" im Stadtzentrum viele Jugendliche angesprochen, sagte Pfarrer Reinhard Hauff von der württembergischen evangelischen Landeskirche. Der Mitinitiator des Festivals forderte eine Abkehr vom Auto und eine andere Energie- und Mobilitätspolitik in Stuttgart.

Ebenso wurden bei dem Festival eine Abkehr vom ungezügelten Konsum, der Umstieg auf umweltfreundliche Energien und fair gehandelte Produkte gefordert: Das parallel zum Weltsozialforum im brasilianischen Belem veranstaltete Stuttgarter Festival stand unter dem Motto "Energie für eine andere Welt".

Internationales Line-up mit klaren Forderungen
Auf Podien und in Workshops wurden die in Belem verhandelten Themen aufgenommen, vom Klimaschutz über gerechte Wirtschafts- und Handelspolitik bis zur Finanzmarktkrise. So beklagte Dodji Kapalete, Gewerkschafter aus dem afrikanischen Togo, dass von der EU subventioniertes Fleisch die Bauern in seinem Land ruiniere. Thomas Hirsch, Klimaexperte von "Brot für die Welt", forderte klare Vorgaben der Politik zum Ausstoß von Schadstoffen. Der in Württemberg tätige evangelische Pfarrer Silfredo Dalferth aus Brasilien fürchtet, dass die Finanzmarktkrise die zaghaften Ansätze zum Schutz des Regenwalds in seinem Heimatland zunichte machen könnte.

Aus Sicht der Veranstalter hat sich der Einsatz bei der Open Fair gelohnt. "Wir haben gern gefroren", sagte Kinga Rudersdorf von der "Kampagne Saubere Kleidung". Und auch Elke Ahrens von "Brot für die Welt" zeigte sich hochzufrieden mit dem großen Interesse am Fairen Handel.

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