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Kinder in Paledi/Indien. Foto: Jörg Böthling
Die Mitglieder des Bündnisses Entwicklung hilft – "Brot für die Welt", die Deutsche Welthungerhilfe, medico international, Misereor und terre des hommes – vermitteln grundsätzlich keine Kinderpatenschaften.
Als Hilfsorganisationen mit jahrzehntelanger Erfahrung vertreten wir den Standpunkt, dass Kinderpatenschaften nicht mit den bewährten Prinzipien einer wirksamen und nachhaltigen Entwicklungsarbeit und ihrer Darstellung in der Öffentlichkeit vereinbar sind.
Hilfe muss sich am Gemeinwesen orientieren
Bereits in den siebziger und achtziger Jahren gab es unter den Hilfsorganisationen eine breite Debatte über die Vermittlung von Kinderpatenschaften. Kritisiert wurde damals vor allem, dass
Projektförderung statt Patenschaft
Längst besteht Einigkeit darüber, dass sich wirksame Hilfe am Gemeinwesen orientieren und Selbsthilfe fördern muss. Nur eine gleichberechtigte Entwicklungspartnerschaft kann langfristig Erfolg haben. Eine Beschränkung auf Einzelfallhilfe hat in diesem Verständnis wenig Platz. Ein kleines Beispiel: Statt nur einem einzelnen Kind den Schulbesuch zu ermöglichen, ist es sinnvoller, eine Dorfschule instand zu setzen und Lehrer aus- und weiterzubilden.