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Landminen verhindern die Entwicklung und eine friedliche Zukunft.
Über eine Million Bürgerinnen und Bürger haben Ende 2007 mit ihrer Unterschrift die Bundesregierung aufgefordert, Landminen und Streumunition vollständig zu verbieten.
Das Aktionsbündnis "landmine.de" übergab 1.020.174 Unterschriften für ein Verbot von Landminen und Streumunition. Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, hat die Unterschriften stellvertretend entgegengenommen.
Das Aktionsbündnis, zu dessen deutschem Initiativkreis auch "Brot für die Welt" gehört, fordert mit dieser Aktion die Bundesregierung und die Abgeordneten des Deutschen Bundestages auf, ein eindeutiges und vollständiges Verbot aller Landminen und Streumunitionen in Form eines nationalen Gesetzes zu beschließen. Zudem wird die Bundesregierung aufgefordert, sich für ein vollständiges und völkerrechtlich verbindliches Verbot von Streumunition im Rahmen der Verhandlungen des "Oslo-Prozesses" einzusetzen. Zudem gilt es sicher zu stellen, dass eine ausreichende finanzielle Unterstützung für Minenopferhilfe und Minenräumung zur Verfügung gestellt wird.
Töten und verstümmeln
Minen töten und verstümmeln Menschen, blockieren Verkehrswege, verseuchen die Böden. Sie machen weite Landstriche unbewohnbar, fruchtbares Ackerland liegt brach. Immer wieder ist "Brot für die Welt" mit den schrecklichen Folgen von Landminen konfrontiert. Statt Hilfe zur Selbsthilfe muss dann Nothilfe geleistet werden, weil die Minen die betroffenen Menschen daran hindern, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.
Friedensnobelpreis
Seit 1992 gibt es eine internationale Kampagne, die sich die weltweite Ächtung dieser schlimmen Waffe zum Ziel gesetzt hat. Drei Jahre später gründete sich im Rahmen dieser internationalen Kampagne der Deutsche Initiativkreis, dem auch "Brot für die Welt" angehört. Die Erfolge der Kampagne bei der Durchsetzung der Ottawa-Konvention, die seit März 1999 Antipersonenminen verbietet, verdankt sie den vielen Menschen, die die Kampagne unterstützen. Für ihre Arbeit wurde sie 1997 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.