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Die gemeinsame Sonderbriefmarke für "Brot für die Welt" und Misereor.
Eine 55 Cent-Sonderbriefmarke für die kirchlichen Hilfsaktionen "Brot für die Welt" und Misereor erscheint zum Erstausgabetag 2. Januar 2009. Entworfen wurde die Marke aus der Serie "Dienst am Nächsten" von Corinna Rogger aus Biberach.
Mit der gemeinsamen Sonderbriefmarke ehrt der Herausgeber der Marke, das Bundesfinanzministerium, die 50-jährige Arbeit von "Brot für die Welt" und Misereor. Denn 1959 schlug die Geburtsstunde der beiden kirchlichen Hilfswerke. Der Aufruf zur Solidarität mit den Armen in den Ländern des Südens zeugte damals von der Dankbarkeit für die empfangene Hilfe nach dem Zweiten Weltkrieg. Und sie zeugte auch von dem Willen, in christlicher Verantwortung und Barmherzigkeit für die Schwachen in der Dritten Welt einzustehen.
Die Sondermarke zeigt zwei spärlich gefüllte Teller mit Reis und nennt die Handlungsfelder für die "Brot für die Welt" und Misereor seit 50 Jahren stehen: "Liebe, Hoffnung, Gerechtigkeit, Arbeit, Bildung, Selbstbestimmung, Ernährung, Gesundheit, Frieden". Die Marke wurde am 9. Dezember 2008 in einer Feierstunde im Martin-Gropius-Bau in Berlin durch den parlamentarischen Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Karl Diller, der Öffentlichkeit vorgestellt. Für "Brot für die Welt" nahm der Vizepräsident des Diakonischen Werkes der EKD, Dr. Wolfgang Teske, einen Erstdruck der Briefmarke entgegen.
"Brot für die Welt" wurde nach der ersten Spendenaktion schnell zu einer dauerhaften Einrichtung unter dem Dach des Diakonischen Werkes der EKD. Durch die regelmäßig eingehenden Spenden konnte "Brot für die Welt" seine Programme kontinuierlich erweitern. Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Hilfsaktion so zu einem wichtigen Zweig der diakonischen Arbeit. Bis zum Jahr 2007 gingen mehr als 1,8 Milliarden Euro an Spenden ein. Über 20.000 Projekte in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa wurden seit 1959 bewilligt.