| || Home > So helfen Sie > Fragen und Antworten > Leben wir auf Kosten der Armen? |
In jedem Produkt und jeder Dienstleistung aus der Dritten Welt wird der Konkurrenzkampf der Anbieter vor allem auf dem Rücken der einheimischen Arbeiterinnen und Arbeiter ausgetragen. Das macht die Ware billig. Hungerlöhne dort und Sonderangebote hier stehen in einem direkten Verhältnis.
Umgekehrt stecken in jedem Produkt und in jeder Dienstleistung, die wir in die Dritte Welt verkaufen, auch die Kosten für unsere Einkommen und unser Sozialsystem. Das macht die Erzeugnisse für die Konsumenten dort teuer.
In Kampagnen für den fairen Handel und gegen Kinderarbeit in der Industrie macht "Brot für die Welt" auf diese Zusammenhänge aufmerksam. Allerdings sind die deutschen Konsumenten nicht mehr ausschließlich im Vorteil. Von Jahr zu Jahr erleben immer mehr deutsche Arbeitnehmer die Menschen in der Dritten Welt mehr als Konkurrenten im Kampf um Arbeitsplätze.
Auch schädigt unser Wachstumsmodell die globale Klimaentwicklung und beeinträchtigt die Lebenschancen der Menschen im Süden, aber auch im Norden. Vor allem die Industrieländer müssen ihren Rohstoff-, Energie- und Naturverbrauch deutlich absenken. Und das können sie nur, wenn viele Einzelne durch Einsicht eine gesellschaftliche Klima-Veränderung bei uns bewirken.