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Ein Recht auf Wasser: Weil es Leben bringt

Sauberes Trinkwasser: 1,2 Milliarden Menschen weltweit bleiben außen vor. Oft erkranken sie an verschmutzem Wasser. Brot für die Welt setzt sich für eine bessere Trinkwasserversorgung und eine sozial gerechte und ökologisch nachhaltige Wasserpolitik ein. Zum Beispiel in Burkina Faso.

Ein neuer Brunnen sorgt dafür, dass die Kleinbauern-Familie auch in der Trockenzeit Wasser für ihre Parzelle zur Verfügung hat.

Ausreichend Wasser für junge Pflanzen

Bäuerin Bibata Kindo aus Burkina Faso sagt: "Mit Setzlingen ist es wie mit Kindern. Wenn sie ganz klein sind, brauchen sie am meisten Zuwendung." In diesem Fall heißt das vor allem: Die jungen Pflanzen benötigen viel Wasser. Deswegen gießt die 27-Jährige schon am frühen Morgen ihre künftige Ernte. Ihr Mann Rasmané Ronga hilft ihr.
Wasser aus dem Brunnen sorgt für eine bunte Vielfalt auf den Felden.

Alltag auf dem Land in Burkina Faso

24 Personen leben in einem Haushalt - unter einem Dach leben die eigenen Kinder, aber auch die Eltern und weitere Verwandte des Ehepaars. Dank des neuen Brunnens kann die Familie auch in der Trockenzeit ihr Feld bewässern. Es gibt genug Wasser für den Anbau von Hirse.
Überschwemmungen im Wechsel mit Dürreperioden sorgen für harte Zeiten

Regenwasser speichern für trockene Zeiten

Mathieu Savadogo, Direktor von ARFA, Partner von Brot für die Welt in Burkina Faso: "Ob es den Menschen hier gut oder schlecht geht, hängt vor allem von einer kostbaren Ressource ab: Wasser. Wir müssen deshalb den Regen besser nutzen. Und wir brauchen Brunnen, damit die Menschen auch in der Trockenzeit genügend Wasser für Haus und Hof zur Verfügung haben."
Kompost statt Kunstdünger sorgt für gute Erträge

Erfolgreich ernten mit Kompost statt Künstdünger

Genug Wasser ist das eine, aber für eine reiche Ernte ist noch mehr wichtig: Ein Modellbauernhof in Burkina Faso beweist, wie aus ausgelaugtem Boden fruchtbares Ackerland wird – ohne teuren Kunstdünger, den sich die meisten Menschen auf dem Land ohnehin nicht leisten könnten. Mathieu Savadogo, der Direktor von ARFA, erklärt, wie das gelingt: "Unser Zaubermittel ist Kompost. Damit halten wir die Feuchtigkeit im Boden und bringen Nährstoffe zu den Pflanzen."
Die Zeiten ändern sich - Bauer Abdoulaye Kirbamba berichtet

Erfolg spricht sich herum

Das Blatt hat sich gewendet: Einst wurde ARFA nachgesagt, gegen den Fortschritts zu sein - setzte die Organisation beispielsweise auf Kompost statt auf teurem Kunstdünger. Doch heute berichten die Bauern und Bäuerinnen von Erfolgen, etwa der Landwirt Abdoulaye Kirbamba aus Tiguili, Burkina Faso: „40 Säcke Mais habe ich letztes Jahr auf meinen drei Hektar geerntet. Vor ein paar Jahren wuchs hier wegen der Erosion gar nichts mehr.“
Neue Brunnen und Regenwasserspeicher lassen das Dorf Tiguili in Burkina Faso erblühen

Ein ganzes Dorf schöpft aus dem Vollen

Das Dorf Tiguili in Burkina Faso ist beispielhaft für die Arbeit von ARFA, dem Projektpartner von Brot für die Welt. In dem Ort gibt es mittlerweile einen neuen Brunnen mit sauberem Trinkwasser für alle. Etwa 30 Familien können das kostbare Nass zudem direkt auf ihrem Hof zapfen - dank neuer Regenwasserspeicher mit einem Fassungsvermögen von 14.000 Litern. Das erleichtert vor allem den Frauen den Alltag im Haushalt.
Den richtigen Umgang mit Wasser lernen die Kinder bereits in der Grundschule.

Sauberes Trinkwasser für die Jüngsten

Gerade für Kinder ist genügend sauberes Wasser überlebenswichtig. Daher erhielten auch Grundschulen Regenwasser-Reservoirs. So können sich die Mädchen und Jungen das ganze Jahr über sauberes Trinkwasser abfüllen. In einem von ARFA entwickelten Umweltbildungsprogramm lernen die Schüler, sorgsam mit dem kostbaren Nass umzugehen.
Ein ganzes Dorf trägt Verantwortung für Erhalt und Reparatur des gemeinschaftlichen Wasserspeichers.

Alle packen mit an!

Die Menschen aus Tiguili in Burkina Faso erkennen, dass sich extreme Klimaerscheinungen häufen: Der Monsun beginnt nicht mehr so wie früher, mit sanften Regenschauern, sondern kommt mit Sturzregen, der zu Überschwemmungen führt. Mit fatalen Folgen: Ein Erdrutsch in der letzten Regenzeit hat das Rückhaltebecken in Tiguili zerstört. Die Dorfgemeinschaft hilft dabei, es zu reparieren.
Fatimata Sawadogo ist zufrieden mit dem Bio-Anbau

Gute Erträge ohne Pestizide

Im Dorf Niessega in Burkina Faso hat der Brot-für-die-Welt-Partner AFRA die Frauen im nachhaltigen Gemüseanbau geschult. Bäuerin Fatimata Sawadogo: "Ich bin zufrieden mit dem Bio-Anbau. Pestizide machen nur krank ‒ davon lasse ich lieber die Finger." Sie hat nun nicht nur genügend Gemüse, um die Familie zu versorgen, sondern kann sogar noch etwas verkaufen.
Burkina Faso - Infos über Land und Leute

Länderinfo Burkina Faso - Fakten auf einen Blick

Die Republik Burkina Faso ist ein Binnenstaat in Westafrika. Amtssprache ist Französisch, daneben werden fast 70 weitere Sprachen gesprochen. 1960 erlangte das Land die Unabhängigkeit. Es gilt als eines der am wenigsten entwickelten Länder der Welt. Im Human Development Index der Vereinten Nationen belegt Burkina Faso den siebtletzten Platz aller Staaten.
Kostbares Nass

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Größe: 6.8 MB | Datum: 18.08.2015

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Projektinformationen
Burkina Faso: Kostbares Nass
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Flyer zum Projekt
Burkina Faso: Kostbares Nass
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Sauberes Wasser ist in Burkina Faso, Westafrika, knapp. Das Land befindet sich in der Sahelzone – ein Gebiet, das bekannt ist für wiederkehrende und andauernde Dürren. Der meisten Menschen leben auf dem Land. Dort bauen sie vor allem Hirse und Mais an. Doch der Klimawandel beeinträchtigt das Leben der Bauern immer massiver. Es fehlt nicht nur an Trinkwasser, sondern auch an Wasser zur Bewässerung der Felder und Äcker.

So hilft Brot für die Welt

Doch dank der Hilfe von Brot für die Welt gibt es Hoffnung: In Zusammenarbeit mit einer Partnerorganiation entstehen neue Brunnen, und in großen Tanks sammeln die Menschen Regenwasser. Kleine Familienbetriebe auf dem Land können damit das ganze Jahr über gesundes Gemüse anbauen - und auch die Kinder, Frauen und Männer profitieren vom sauberen Wasser.

Zum Beispiel im Dorf Diamdiara. Der nächste Brunnen liegt weit entfernt, und wer den langen Weg auf sich nimmt, wird oft enttäuscht: Der Wasserspender ist oft kaputt oder ausgetrocknet.

Brunnen und Regenspeicher fürs Dorf

Dank des Tatendrangs der Partnerorganisation von Brot für die Welt sitzen nun die Mädchen und Jungen, die die Grundschule besuchen, nicht mehr auf dem Trockenen. Das Gebäude verfügt nun über drei 20.000 Liter fassende Regenwasserspeicher. Direktor Ounténi Lompo ist begeistert: "Die Kinder können sich jetzt das ganze Jahr über sauberes Wasser abfüllen."

Auch die Bäuerin Bibata Kindo ist dankbar. Sie kennt auch andere Zeiten - als es an Wasser mangelte und von Vielfalt auf dem Acker keine Rede sein konnte. Doch die Dürre ist erst einmal vorbei: "Zwiebeln, Kartoffeln, Mais, dazu Tomaten und anderes Gemüse: Seitdem wir Wasser haben, wächst hier alles."

Viertägige Weiterbildung auf dem Modellbauernhof von ARFA pro Familie
€ 47
Eintägiger Seminar an einer Schule über den sorgsamen Umgang mit Wasser
€ 115
25 Gießkannen für eine Gruppe von Frauen, die Gemüse anbauen möchten
€ 220
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Projektinformationen
Burkina Faso: Kostbares Nass
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Flyer zum Projekt
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Familie auf dem FeldFotoserie zum Projekt "Kostbares Nass"
Die Fotoserie besteht aus zehn Fotos im Format 20x30 cm sowie den dazugehörigen Begleittexten. Daraus lassen sich sehr einfach Stellwandausstellungen erstellen.
ProjektflyerFaltblatt: Kostbares Nass
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