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Zwei Jahre nach Ebola – Zeit für nachhaltige Lösungen - Entwicklung hilft!

Gesundheitsversorgung auf dem Land stärken

Berlin , 03.03.2016 — Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen von Ebola werden auch nach dem offiziellen Ende der Epidemie noch lange zu spüren sein. Jetzt müssten nachhaltige Maßnahmen folgen, damit eine Krankheit nie wieder so viele Opfer fordern und die Gesellschaft so treffen kann, sagt die Präsidentin von Brot für die Welt und der Diakonie Katastrophenhilfe, Cornelia Füllkrug-Weitzel.

Die beiden evangelischen Hilfswerke hatten seit Ausbruch der Epidemie im März 2014 ihre Partnerorganisationen dabei unterstützt, die Ausbreitung von Ebola einzudämmen. Zusammen mit dem Deutschen Institut für Ärztliche Mission wurden Krankenhäuser und Gesundheitsstationen ausgerüstet und medizinisches Personal in der Behandlung der Epidemie fortgebildet. Der wichtigste Beitrag war jedoch die Arbeit in und mit den Gemeinden selbst: Tausende ehrenamtliche Helfer und Helferinnen wurden geschult und klärten so in Dörfern und Städten die Bevölkerung über Ansteckungswege und Verhaltensmaßnahmen auf. So wurden die Menschen in den Dörfern selbst Helfende und hatten wesentlichen Anteil daran, die weitere Ausbreitung von Ebola zu verhindern. Dieses Wissen etwa über Hygienemaßnahmen ist jetzt Allgemeingut.

Insgesamt haben Brot für die Welt und die Diakonie Katastrophenhilfe knapp zehn Millionen Euro für die Stärkung der Gemeinden und der lokalen Gesundheitsdienste einschließlich der Ausstattung mit einem Basissortiment an Medikamenten und Hygieneartikeln eingesetzt, teilweise mit finanzieller Unterstützung der Bundesregierung. Über 660.000 Haushalte wurden erreicht. Die Partnerorganisationen waren gut vorbereitet, denn sie verfügten in allen Landesteilen über ein Netz von Mitarbeitenden und Freiwilligen aus den Gemeinden selbst. Wegen ihrer Kompetenz wurden die Partner auch von den Regierungen als Berater in der Eindämmung von Ebola geschätzt.

Cornelia Füllkrug-Weitzel, die Präsidentin von Brot für die Welt und der Diakonie Katastrophenhilfe, sagt: „Ebola konnte eine solche Wucht nur entfalten, weil in den betroffenen Ländern nahezu keine Gesundheitsversorgung auf dem Land existierte. Das ist das eigentliche Problem! Wir werden deshalb die Gesundheitsversorgung stärken und auch Projekte zur Verbesserung von Landwirtschaft, Einkommen und Bildung fördern. Eine kurzfristige Intervention war nötig, aber nur eine Stärkung der sozialen Dienstleistungen und der Einkommenslage können das tägliche Sterben an ‚normalen‘ Krankheiten und den zu frühen Tod von Kindern verhindern und dem Ausbruch von Seuchen nachhaltig entgegenwirken.“ Hier bewährte sich Arbeitsteilung zwischen Diakonie Katastrophenhilfe und Brot für die Welt: Im Anschluss an die Nothilfe werden die Programme als nachhaltige Entwicklungshilfe weitergeführt.

Durch Ebola haben viele Kinder ihre Eltern verloren, Familien die Ernährer. Hier helfen Partnerorganisationen auch weiterhin, die oft traumatischen Erfahrungen zu verarbeiten. Die Epidemie traf jedoch nicht nur die Erkrankten und ihre Familien. Ausgangssperren, Marktschließungen, Transporteinschränkungen und andere Maßnahmen zur Eindämmung der Seuche brachten das Wirtschaftsleben fast zum Erliegen und verschärften die angespannte Versorgungslage.

Auch in anderen Ländern ziehen Brot für die Welt und die Partner ihre Lehren aus Ebola. Brot für die Welt setzt sich deshalb nicht nur dafür ein, dass an Impfstoffen für solche Krankheiten geforscht wird und dass es genügend medizinisch ausgebildetes Personal gibt, sondern auch dafür, dass die Menschen selbst Informationen erhalten, wie sie sich langfristig vor Gesundheitsgefahren schützen können.

Pressekontakt: Renate Vacker, 030 65211 1833, renate.vacker@brot-fuer-die-welt.de

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