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Eine Kollekte von mehr als 720 Euro für Opfer des schweren Erdbebens in Haiti - das ist das Fazit des Familiengottesdienstes am Pfingstmontag in der Gelnhäuser Marienkirche (Evangelische Kirche in Hessen und Nassau). Rosemarie Bartel vom Kirchenvorstand sagte zu dem Ergebnis: "Obwohl Haiti nach dem verheerenden Erdbeben im Januar längst aus den Schlagzeilen der Weltpresse verschwunden ist, tut Hilfe weiter Not." Man habe den Gedanken verbreiten wollen, zu Pfingsten den Menschen in Haiti Hoffnung zu schenken.
Der von Pfarrer Uwe Steuber gehaltene Gottesdienst verband das Motto "Gottes Geist schenkt Hoffnung" mit der Unterstützung für die Behinderteneinrichtung "Centre d‘ Education Speziale" (CES) in Haitis Hauptstadt Port-au-Prince. Der seit mehr als 20 Jahren von "Brot für die Welt" unterstützte Verein fördert mit einer Schule und einer Werkstatt die Eingliederung von geistig behinderten Kindern und Jugendlichen.
Bei dem Erdbeben waren die Schulgebäude schwer beschädigt worden. Sie sind nicht mehr benutzbar und müssen abgerissen werdeen. Um die einzigartige Hilfe für mehr als 120 benachteiligte junge Menschen wieder aufnehmen zu können, ist CES auf Spenden angewiesen.
Als Zeichen der Hoffnung für Haiti ließ der Diakonie-Ausschuss der Kirchengemeinde einen Papier-Drachen in der Marienkirche steigen. An seinen Schweif banden die Gottesdienstbesucher Karten mit Wünschen und Schleifen als Zeichen der Unterstützung. Nach dem Gottesdienst wurde der Drachen über der Einfahrt zum Kirchengelände befestigt.