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Milchbauern in Ländern des Südens in Gefahr

Die Diskussion um die Lage der Milchbauern hat sich auch auf den Kirchentag ausgewirkt. "Brot für die Welt" hat erneut die Haltung der EU und der Bundesregierung in diesem Zusammenhang kritisiert und zur Solidarität mit Milchbauern in Ländern des Südens aufgerufen.. Eigentlich wollte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die gemeinsam von den evangelischen Hilfswerken "Brot für die Welt" und dem Evangelischen Entwicklungsdienst sowie dem BUND auf dem Evangelischen Kirchentag in Bremen gezeigten Ausstellung zu der von den Organisationen herausgegebenen Studie "Zukunftsfähiges Deutschland" besuchen und die konkrete Umsetzung der wissenschaftlichen Ergebnisse sehen. In Koffern wurden die einzelnen Forderungen und was mit einer nachhaltigen Wirtschaft verbunden ist, in Bilder umgesetzt. Die Bundeskanzlerin musste jedoch sofort nach ihrem Auftritt beim Kirchentag zu einem Treffen mit Milchbauern. 
 
Auf dem Kirchentag hat "Brot für die Welt" die Bundesregierung aufgefordert, keine Subventionen für Milchexporte zu zahlen. Die nützen weder den deutschen Bauern noch den afrikanischen Bauern. Daneben hat das Hilfswerk vorgeschlagen, dass sich die Länder im Süden vor den Milchexporten schützen müssen durch eine unbürokratische Anhebung der Importzölle. "Ich denke, wir haben auch eine Verantwortung gegenüber den Bauern in Afrika. Daran sollte unsere Politik auch ausgerichtet werden", betonte Carolin Callenius, Ernährungsexpertin von "Brot für die Welt". 

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