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Aktive Gemeinden

Bei Wind und Wetter

Bei Wind und Wetter verkaufen Lena und Katharina Selbstgebasteltes zugunsten von "Brot für die Welt".

Wer kürzlich an einem stürmischen und regnerischen Samstag am Rathaus in Weimar vorbeieilte, kam vor den Glascontainern ins Stocken: Ein Tischchen war da aufgebaut und zwei Regenschirme so darüber aufgespannt, dass es wie ein kleines buntes Dach wirkte. Auch wer in das so geschaffene Häuschen hineinsah, fand darin eine Fülle von bunten Dingen. Windspiele, die an der Tischplatte befestigt waren, drehten sich lustig, und oben drauf standen selbst gegossene Kerzen, Untersetzer und andere Bastelarbeiten. Hinter dem "Tresen" saßen eingemummelt in Decken Katharina und Lena, zwei elfjährige Mädchen. Sie verkauften, wie schon häufig in diesem und im letzten Jahr Kleinigkeiten aus eigener Produktion zugunsten von "Brot für die Welt".

Später bringen sie ihre Einnahmen ins Pfarrhaus der Gemeinde in Ahnatal-Weimar und bekommen erst einmal einen heißen Kakao. Insgesamt sind es schon fast 200 Euro in diesem Winter!

Wie sie auf diese Idee gekommen sind? Ihre Eltern haben ihnen einiges erzählt über die Situation der Menschen in armen Ländern, z.B. in Afrika. Sie haben bemerkt, dass es ihnen selbst viel besser geht als den Kindern dort und wollten gerne irgendwie helfen. Also fingen sie an, etwas zu basteln und zu verkaufen – bei Wind und Wetter.

Ute Dilger, die Pfarrerin der Gemeinde, will ihnen gerne etwas mitgeben, was deutlich macht, dass sie hier für "Brot für die Welt" verkaufen. Am Ende wählen sie ein Plakat von einer jungen afrikanischen Frau, die auf einem Markt ihre Früchte und Gemüse verkauft und übers ganze Gesicht strahlt. Das passt gut zu ihnen, finden sie. Und Pfarrerin Dilger findet das auch!

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