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Fairer Handel

Fair Trade for Fair Life

Fair und bio: Rohrzucker von den Philippinen. Foto: Anne Welsing

Fair gehandelte Waren im Wert von fast 200 Millionen Euro haben wir Deutschen im Jahr 2007 gekauft. Das sind rund 23 Prozent mehr als im Jahr davor. Vom Fairen Handel profitieren weltweit mehr als 1,6 Millionen Produzenten und ihre Familien.

Einerseits ist der Faire Handel also eine Erfolgsgeschichte. Auf der anderen Seite spielt er wirtschaftlich nur eine Nischenrolle: In Deutschland etwa geben wir pro Person und Jahr nur 3,25 Euro für faire Waren aus. Trotzdem ist eines unumstritten: Fairer Handel fördert gerechte Wirtschaftsbeziehungen und hilft, ein kritisches Bewusstsein in Sachen Globalisierung zu schaffen. Deshalb setzt sich "Brot für die Welt" seit mehr als 30 Jahren für den Fairen Handel ein.

Der Faire Handel ist ein Beispiel dafür, wie innerhalb ungerechter marktwirtschaftlicher Strukturen gerechte Einkommen und Lebensbedingungen für Menschen im Süden geschaffen werden können. Die Produzenten haben höhere Erlöse, sei werden in allen Fragen von Anbau bis Vermarktung beraten. Langfristige Handelsbeziehungen helfen ihnen zu planen. Durch Fairtrade-Prämien können Weiterbildungen oder der Schulbesuch der Kinder finanziert werden.

Doppelt gut: Bio und Fair
Zu den positiven Auswirkungen des Fairen Handels gehört häufig auch eine Umstellung auf ökologische Landwirtschaft. Sie verschafft Kleinbäuerinnen und Arbeitern in den Erzeugerländern gesündere Arbeitsbedingungen und neue Absatzperspektiven. Rund 70 Prozent der fair gehandelten Lebensmittel stammen schon aus biologischem Anbau.

Studien bestätigen, dass der faire Handel die Lebensbedingungen von Hunderttausenden Kleinbauern verbessert. Die Kombination mit Öko-Anbau sichert langfristig die dringend benötigten Flächen für den Anbau von Lebensmitteln und trägt so zur Ernährungssicherung weltweit bei. Deshalb berät und unterstützt "Brot für die Welt" seine Partner in den Ländern des Südens auch bei der Umstellung auf biologischen Anbau.

Noch kann der Faire Handel den konventionellen Handel nicht beeinflussen, dazu sind die Umsätze zu gering. Aber immer mehr Kunden sind bereit, mehr für Waren zu bezahlen, wenn sie sicher gehen können, dass sie mit dem Kauf soziale und ökologische Verbesserungen finanzieren.

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