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Mitarbeiter des Projektpartners VMA von "Brot für die Welt" bauen Latrinen. Viele Flüchtlinge strömen aus der zerstörten Hauptstadt Port-au-Prince zu Verwandten aufs Land. Die sanitären Anlagen dort sind dann oft überlastet. Foto: Henning Reetz
Selbsthilfe durch den eigenen Anbau von Nahrungsmitteln: So arbeitet „Brot für die Welt“ mit seinem Partner VMA (Voisin Mondial Haiti) daran, dass Menschen im zentralen Hochland nördlich der Hauptstadt Port-acu-Prince genug zu essen haben.
Es galt in den Monaten nach dem Beben, die aus der Hauptstadt geflüchteten Erbebenopfer aufzunehmen und mitzuversorgen. Bestehende Dorfkomitees waren dank ihrer guten Organisation und Erfahrung in Nachbarschaftshilfe rasch in der Lage, die schwierige Situation zu meistern.
Sauberes Wasser für alle
Die dafür notwendige Ausweitung des Nahrungsmittelanbaus, dazu der Bau von Wasserfiltern und die Einrichtung von zahlreichen festen Latrinen konnte mit der Unterstützung durch "Brot für die Welt" gut bewältigt werden. Inzwischen sind die meisten Vertriebenen wieder nach Port-au-Prince zurückgekehrt.
Ein Auskommen für Familien
Die Landwirtschaftsprogramme gehen aber weiter. Sie tragen dazu bei, den auf dem Land verbleibenden Familien ein Auskommen zu sichern. Über den Verkauf von Produkten auf den Märkten tragen die Kleinbauern auch zur Versorgung der Menschen in der Hauptstadt bei.
Projekte sollen dauerhaft sein
Wichtig bei der Förderung der Landwirtschaft ist ihre Ausrichtung auf Nachhaltigkeit. Im Vordergrund steht dabei der Schutz vor Bodenerosion. Mehrere "Brot für die Welt"-Partnerorganisationen bieten örtlichen Bauernvereinigungen Hilfe und Beratung an, damit sie ihre Parzellen umweltschonend anlegen und durch Aufforsten ihre Gärten und Felder und ihre Umgebung gegen Erosion schützen können. Dabei werden vor allem Obst- und andere Nutzbäume gepflanzt, was sowohl der Ernährungssicherung dient als auch neue Möglichkeiten der Vermarktung eröffnet.