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Strategien zur sozialen Sicherung

Ein Arbeitsvorhaben von "Brot für die Welt"

Soziale Sicherheit ist ein Menschenrecht. Wie lassen sich Grundsicherungssysteme einfordern und entwickeln, die den Ärmsten der Armen ein erstes Auskommen sichern, Selbsthilfe und gesellschaftliche Teilhabe stärken, und somit Entwicklung fördern? Was können "Brot für die Welt" und seine Partner mit ihrer Programm- wie ihrer Lobbyarbeit dazu beitragen?

Der Widerspruch zwischen dem unglaublichen Reichtum auf der einen Seite, und der nach wie vor erschreckend hohen Zahl hungernder Menschen, anhaltender Armut und weltweit zu beobachtender wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Ausgrenzung großer Bevölkerungsgruppen auf der anderen Seite fordert uns heraus. Mit Blick auf das Menschenrecht auf soziale Sicherheit, untersucht "Brot für die Welt" in enger Zusammenarbeit mit den "Südpartnern" in exemplarischen Länderstudien die Potentiale von sozialen Grundsicherungsansätzen bei der Bekämpfung von Armut und bei der Förderung und Stärkung von Selbsthilfe und Teilhabe. Unter "sozialer Grundsicherung" verstehen wir dabei längerfristig angelegte staatliche Transfers für Einzelpersonen oder Haushalte, die weder vorherige Beitragsleistungen voraussetzen noch zurückzuzahlen oder nachher in anderer Form zu begleichen sind, die eine rechtliche Grundlage haben, vor allem eine Hilfe zum Lebensunterhalt darstellen und kein Ersatz für andere Investitionen in öffentliche Güter wie z.B. Infrastruktur, Bildung etc. sein dürfen.

Im Mittelpunkt unseres Arbeitsvorhabens stehen dabei die Belange der am stärksten gefährdeten Gruppen, die oft nicht oder nur eingeschränkt selbsthilfefähig sind – weil sie z.B. zu jung oder zu alt, krank oder behindert sind, um sich allein versorgen zu können – oder deren Selbsthilfe-Fähigkeiten blockiert werden- weil sie z.B. keinen Zugang zum Arbeitsmarkt finden oder bestellbarem Land bekommen und somit nicht selbst für ihren Lebensunterhalt aufkommen können.

Die Studien sollen Anknüpfungspunkte für die Entwicklung oder Ausweitung von Grundsicherungssystemen herausarbeiten und gemeinsam mit den Partnerorganisationen für die Programmarbeit und die Lobbyarbeit genutzt werden. Fachpublikationen, Partnerdialoge, Fachkonferenzen und öffentliche Veranstaltungen gehören zu den Aktivitäten des Arbeitsvorhabens.

Von besonderer Bedeutung ist auch der Austausch mit der Arbeit der Diakonie in Deutschland, deren Erfahrungen in die Konzeptentwicklung einfließen sollen: schließlich lassen sich die Herausforderungen bei der Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung aufgrund der weltweiten Verflechtungsprozesse nicht mehr strikt nach staatlichen Grenzen sortiert voneinander trennen.

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