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Brot für die Welt

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niemand is(s)t für sich allein
Ahrensbök, Schleswig-Holstein

Mehr als ein Kaffeekränzchen oder ein fair-gnügtes Kaffeekränzchen

Fair-gnügtes Kaffeekränzchen in Ahrensbök, Schleswig-Holstein

Duftender Kaffee, saftiger Kuchen und Sahnetorte lockten im Februar insgesamt 16 Frauen verschiedenen Alters zum ersten fair-gnügten Kaffeekränzchen in Ahrensbök, Schleswig-Holstein. Beim Genuss der fairen Leckereien stellte Dorothee Köster den Gästen die Kampagne "Niemand is(s)t für sich allein" von "Brot für die Welt" vor. Mit am Tisch nahmen gedanklich auch fünf Frauenfiguren aus Entwicklungsländern Platz, welche die Initiatorin als Rollencharaktere entwickelte, um zu zeigen, welche Folgen unsere Ernährungsgewohnheiten für Frauen aus dem Süden haben.

Mit der Stimme von Susila Marpunga aus Indonesien oder Carla Erasmo aus Kolumbien erzählte Dorothee Köster den Teilnehmerinnen des Kaffeekränzchens von deren schwieriger Lage als Angehörige von Kleinbauernfamilien oder indigenen Völkern. Dabei ging es unter anderem um Vertreibung, Mord und sklavenähnliche Arbeitsbedingungen auf Ölpalmplantagen. Auch die Geschäfte großer Konzerne wurden thematisiert, denen die Kleinbauernfamilien ihr eigenes Ackerland verpachten – weil sie ihren leeren Versprechungen Glauben schenken oder von ihnen eingeschüchtert werden. Die Folge: Armut und Hunger.

Ein Austausch über eigene Erfahrungen begann, denn einige Frauen am Kaffeetisch in Schleswig-Holstein hatten selbst schon verschiedene Erfahrungen mit Hunger und Landknappheit beispielsweise nach dem Zweiten Weltkrieg oder auf einer entbehrungsreichen Flucht gemacht. Andere wiederum wuchsen selbst auf landwirtschaftlichen Höfen auf und sind mit den Herausforderungen der Bewirtschaftung von Land wohlvertraut. In der anschließenden Diskussion über die Situation der betroffenen Bevölkerung in Entwicklungsländern fanden die Frauen auch lokale Anknüpfungspunkte wie den Anbau von Energiepflanzen in Schleswig-Holstein.

Die Idee des Kaffeekränzchens als Rahmen für die Diskussion über Ernährungssicherheit und Landknappheit in Ländern des Südens begeisterte die Teilnehmerinnen so sehr, dass sich die Frauen bereits auf Termine für weitere Treffen einigten. Dafür heißen sie ausdrücklich auch Männer willkommen, sich bei fairem Kaffee und Kuchen über den eigenen Lebensstil mit Mobilitäts- und Ernährungsgewohnheiten Gedanken zu machen.

Bei Interesse stellen wir gerne den Kontakt zu Frau Köster her. Die Multiplikatorin der Kampagne berichtet gerne über Ihre Erfahrungen und stellt Ihnen die Rollencharaktere zur Verfügung.

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