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Reform der EU-Agrarpolitik 2013

Agrarkampagne „Meine Landwirtschaft – deine Wahl“

Logo der Kampagne

Die Skandale um das Dioxin im Frühstücksei und um „Gammel-Fleisch“ machen deutlich, wie relevant die Frage nach der Herkunft unserer Lebensmittel ist. Auch wie unsere Lebensmittel produziert werden wird immer wichtiger. Damit wir gesunde, qualitativ gute und fair gehandelte Lebensmittel in unseren Einkaufskorb und auf unseren Teller bekommen, müssen die europäische und die deutsche Agrarpolitik wesentliche Impulse setzen und Maßnahmen ergreifen.

2013 steht eine Reform der EU-Agrarpolitik an. Dies bedeutet, dass noch in diesem Jahr auf politischer Ebene entscheidende Grundsteine gelegt werden, damit die Reform wie geplant in Kraft treten kann. Damit Verbraucherinnen und Verbraucher sich über die aktuelle Situation und über mögliche und wünschenswerte Veränderungen in der Landwirtschaft informieren und mitdiskutieren können, wurde die Kampagne "Meine Landwirtschaft" initiiert.

"Brot für die Welt" hat zusammen mit 22 anderen Verbänden aus Landwirtschaft, Verbraucherschutz, Entwicklungs- und Umweltpolitik diese Kampagne ins Leben gerufen, um zwischen Landwirtschaft und Verbraucherinnen und Verbrauchern einen Dialog zu ermöglichen. Das Ziel ist sich einzumischen in die Debatten um die zukünftige Agrarpolitik und gemeinsame Forderungen zu stellen.

Seitens "Brot für die Welt" ist es wichtig in den anstehenden Debatten aufzuzeigen, dass unser Lebens- und Konsumstil Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit von lokalen Bevölkerungsgruppen in Entwicklungsländern hat. Eine Schlüsselfrage ist für uns: "Muss eine Tierhaltung in Europa auf billigen Sojaimport aus Südamerika und den USA basieren, oder sollte sie nicht besser auf heimische Eiweißfuttermittel zurückgreifen?" Rund 44 Millionen Tonnen Soja werden jährlich in die EU importiert. Nur ein Fünftel des für die Massentierhaltung benötigten Eiweißfutters stellt die EU selber her. Das Soja, das überwiegend aus Südamerika stammt, wird mit großen Mengen hochgiftiger Pestizide produziert. Abholzung des Regenwaldes und große Umweltschäden sind die Folgen. Aber auch die Ernährungssicherheit insbesondere von indigenen Völkern ist in Gefahr.

"Brot für die Welt" ist es ein Anliegen, die Stimme und die Rechte unserer Partnerorganisationen in den Reformprozess einzubringen. Eine Reform der EU-Agrarpolitik kann entscheidende Impulse für die Verwirklichung von Rechten indigener Völker und für das "Recht auf Nahrung" leisten.

Detaillierte Informationen finden Sie auf der Internetseite "Meine-Landwirtschaft" www.meine-landwirtschaft.de.

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