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Frauen in Angola bewässern ihr Feld. Foto: Paul Jeffrey
Frauen auf dem Land spielen eine Schlüsselrolle für die Ernährungssicherung ihrer Haushalte, vor allem in Krisenzeiten. In Afrika erzeugen Frauen nach FAO-Angaben bis zu 80 Prozent aller Grundnahrungsmittel. In Asien stellen sie 50 bis 90 Prozent der Arbeitskräfte im Reisanbau. Doch weltweit hungern mehr Frauen als Männer.
Das hat verschiedene Ursachen. Unter anderem werden Frauen oft bei Landbesitz und Kreditvergabe diskriminiert, obwohl in einigen Ländern Afrikas sechs von zehn Haushalten von einer Frau geführt werden. In einigen Regionen im südlichen Afrika hat eine Frau nur so lange Landnutzungsrechte, wie ihr Mann oder Sohn lebt.
Zudem bedienen sich Männer, wenn das Essen auf den Tisch kommt, in vielen Regionen der Welt zuerst. In Teilen Südasiens bleibt für Frauen und Mädchen rund die Hälfte der Kalorien übrig, die männlichen Familienmitgliedern zukommt.
Hunger ist erblich, wie der Bericht zur menschlichen Entwicklung der Weltentwicklungsorganisation UNDP ausführt. So gebären unterernährte Mütter untergewichtige Kinder, die weniger Chancen haben, zu überleben und ihr Leben in Würde zu führen und die dann, wenn sie weiblich sind, wieder untergewichtige Kinder gebären.