Kollektenaufruf Fatmata geht auf Sendung Die Kollekte heute ist für die Aktion „Brot für die Welt“ bestimmt. Mit ihr unterstützen wir zum Beispiel ein Projekt im afrikanischen Sierra Leone. Dort tobte elf Jahre lang ein Bürgerkrieg. Erst 2001 ging er zu Ende. 100 000 Menschen starben. Etwa 6 000 Kinder wurden verschleppt und als Kindersoldaten dazu gezwungen, Menschen zu töten oder zu verstümmeln. Die körperlichen und seelischen Schäden dieser Kinder sind groß. Sie leiden unter der Ablehnung der Gesellschaft und ihren Erinnerungen. Doch MADAM, ein Partner von „Brot für die Welt“, hat ihnen eine neue Perspektive gegeben. Die Organisation bietet ehemaligen Kindersoldaten und Bürgerkriegsopfern eine psychologische und seelsorgerische Betreuung an. Und sie ermöglicht ihnen eine handwerkliche Ausbildung. Fatmata Sesay konnte sich so einen Traum verwirklichen. Schon als Kind wollte sie Radiomoderatorin werden. Doch als sie 12 Jahre alt war, wurde ihr Dorf von den Rebellen überfallen, Fatmata wurde verschleppt. Nach zwei Jahren gelang ihr die Flucht. Doch es gab keine Familie mehr, zu der sie zurückkehren konnte. Die heute 23-Jährige litt lange unter Depressionen. Nach eingehender psychologischer Betreuung durch MADAM konnte sie eine Ausbildung beginnen. Heute arbeitet sie als Schneiderin, abends moderiert sie im Lokalradio. Durch Ihre Gabe an „Brot für die Welt“ helfen sie, ehemaligen Kindersoldaten wie Fatmata Sesay eine zweite Chance zu geben. Ich lege sie Ihnen besonders ans Herz.